Shorttrack-Läuferin Kamila Sellier zeigt nach Olympia-Unfall ihre Narbe im Gesicht: "Problem, dass ich doppelt sehe"

Shorttrack-Läuferin Kamila Sellier hat in der polnischen TV-Sendung "Dzień Dobry TVN" erstmals öffentlich ihre Narbe gezeigt. Die 25-Jährige war beim Olympia-Rennen über 1500 Meter von der Kufe einer Konkurrentin knapp unter dem Auge getroffen worden und musste blutüberströmt versorgt werden. Bisher hatte die Polin die Folgen ihrer Verletzung in den sozialen Medien nicht gezeigt.

Polin Sellier bei Shorttrack-Sturz schwer im Gesicht verletzt

Quelle: Eurosport

Es war ein Schockmoment der Winterspiele, als Kamila Sellier in der Ice Skating Arena von Mailand hinter einer weißen Plane direkt nach dem Unglück versorgt werden musste. Seit ihrem Unfall bei den Olympischen Spielen hatte sich die Shorttrack-Läuferin auf ihrem Instagram-Account zwar gezeigt, die Verletzung aber immer wieder ausgespart.
Im polnischen Fernsehen präsentierte Sellier ihre Narbe unter dem Auge nun zum ersten Mal und sprach dabei auch über die Folgen der Gesichtsblessur.
"Leider kommt es manchmal vor, dass wir von jemandem im Gesicht getroffen werden. Ich werde eine Narbe davontragen, vielleicht sehe ich auch etwas verschwommen, aber ich werde nicht aufgeben", sagte die 25-Jährige bei "Dzień Dobry TVN".
Neben der tiefen Schnittwunde hatten die Ärzte damals eine Fraktur im Gesicht festgestellt, der Knochen musste chirurgisch gerichtet werden.
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Kamila Sellier mit ihrem Ehemann Diane (Quelle: Dzień Dobry TVN/Instagram)

Fotocredit: Other Agency

Sellier berichtet von eingeschränkter Sicht

"Ich habe ein Titangitter in der Augenhöhle unter meinem Auge. Außerdem habe ich immer noch einen Knochenbruch unter meiner Augenbraue", erklärte Sellier.
"Das größte Problem ist, dass ich doppelt sehe, wenn ich nach oben schaue, und manchmal auch, wenn ich nach unten schaue", so die Polin weiter.
Der Unfall wird Sellier weiterhin begleiten, vor allem ihre Familie helfe ihr in dieser Zeit, sagte die 25-Jährige: "Aber auch Menschen auf der ganzen Welt. Ich habe so viele positive Nachrichten von allen erhalten."
Ihr Mann Diané, ebenfalls Shorttrack-Profi und in der TV-Sendung zu Gast, sei "geschockt" gewesen, als er die Verletzung im Fernsehen gesehen hatte.

Noch einige Arztbesuche offen

"Ich habe mich furchtbar gefühlt. Ich habe so schnell wie möglich das Team, den Trainer und alle, die dabei waren, angerufen", berichtete der 24-Jährige.
Bereits vor drei Wochen hatte die Jugend-Olympiasiegerin von 2017 angekündigt, dass ihr noch viele Termine beim Augenarzt bevorstünden.
Der TV-Auftritt zeigt aber, dass sie nach den schlimmen Bildern aus Mailand auf dem Weg der Besserung ist.
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Quelle: Eurosport


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