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Olympia 2026 - Skeleton: Heraskevych erhält nach Helm-Kontroverse Akkreditierung zurück - DOSB unterstützt IOC
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Update 12/02/2026 um 14:44 GMT+1 Uhr
Die Disqualifikation wegen der Helm-Kontroverse bleibt bestehen, aber der Olympia-Ausschluss wird zurückgenommen: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat dem ukrainischen Skeletonfahrer Vladyslav Heraskevych die Akkreditierung zurückgegeben. Damit darf der 25-Jährige sich wieder offiziell im olympischen Umfeld bewegen. Sportlich bleibt die Disqualifikation aber bestehen.
"Werde sie nicht verraten": Ukrainer verteidigt seinen Helm
Quelle: SNTV
Wie das IOC am Donnerstagmittag und damit gut drei Stunden nach der Doppel-Sanktion gegen den 27-Jährigen mitteilte, habe Präsidentin Kirsty Coventry "nach einem äußerst respektvollen Gespräch mit dem Athleten" den Vorsitzenden der Disziplinarkommission "ausnahmsweise" gebeten, den Entzug der Akkreditierung von Heraskevych für die Olympischen Winterspiele 2026 "zu überdenken".
Diesem Antrag sei zugestimmt worden, Heraskewytsch darf damit weiter im Olympischen Dorf wohnen oder Wettkämpfe der laufenden Spiele in Norditalien verfolgen.
Heraskevych war am Morgen vom olympischen Skeleton-Wettkampf disqualifiziert worden, weil er weiter auf dem Tragen seines "Helms des Gedenkens" beharrt hatte, auf dem Porträts von im Krieg von russischen Soldaten getöteten Sportlern aus der Ukraine zu sehen sind. Das IOC sieht darin einen Verstoß gegen die Olympische Charta, die Meinungsäußerungen unter anderem auf dem Spielfeld ("field of play") untersagt.
Heraskevych kündigte enttäuscht an, vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS zu ziehen.
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Vladyslav Heraskevych
Fotocredit: Getty Images
DOSB unterstützt IOC-Entscheidung
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zeigt angesichts der Disqualifikation des ukrainischen Skeletonfahrers Verständnis für die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).
"Im Wettkampf sind politische Botschaften und solche, die so interpretiert werden können, sinnvollerweise untersagt", hieß es in einem Statement des DOSB am Donnerstag.
"Wir können verstehen, dass das Bedürfnis besteht, auf die schrecklichen Folgen dieses Krieges hinzuweisen", schrieb der DOSB: "Der Wunsch nach Gedenken ist nachvollziehbar. Dies ist im Rahmen der Möglichkeiten, wie bei Pressekonferenzen und Medienstatements auch möglich und diese Möglichkeiten der freien Meinungsäußerung unterstützen wir als DOSB ausdrücklich." Es sei zudem grundsätzlich "ein starkes Zeichen, dass ukrainische Athletinnen und Athleten an diesen Spielen teilnehmen können. Das ist vier Jahre nach dem Überfall Russlands auf ihr Heimatland auch ein wichtiges Signal der Widerstandskraft des ukrainischen Volkes."
Heraskevych galt für die Rennen am Donnerstag und Freitag als Medaillenkandidat, beharrte aber auf der Teilnahme mit dem beanstandeten Helm.
Selenskyj dankt Heraskevych
Der ukrainische Staatspräsident Wolodymyr Selenskyj hat dem Skeletonsportler für seine "klare Haltung" bei den Winterspielen gedankt und zugleich das Internationale Olympische Komitee (IOC) angegriffen.
"Wir sind stolz auf Wladyslaw und seine Tat. Mut zu haben, ist mehr wert, als Medaillen zu gewinnen", schrieb Selenskyj am Donnerstag bei "X": "Sein Helm mit den Porträts der verstorbenen ukrainischen Sportler steht für Respekt und Erinnerung. Er erinnert die ganze Welt daran, was russische Aggression bedeutet und welchen Preis der Kampf um Unabhängigkeit hat. Und dabei wird kein einziges Regelwerk verletzt."
"Sport sollte nicht zu Vergessen führen, und die olympische Bewegung sollte dazu beitragen, Kriege zu beenden, anstatt den Aggressor zu unterstützen", schrieb Selenskyj: "Leider spricht die Entscheidung des IOC eine andere Sprache."
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(SID)
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