Lena Dürr vergibt Großchance aufs Slalom-Podium - ÖSV-Duo Truppe und Liensberger schlägt Mikalea Shiffrin

Lena Dürr hat im vorletzten Slalom dieses Winters ihre vierte Podestplatzierung trotz guter Ausgangslage vergeben: Nach Rang zwei im ersten Durchgang fiel sie im zweiten Lauf noch auf Platz sieben zurück. Aber auch US-Superstar Mikaela Shiffrin konnte ihre klare Führung nicht behaupten und wurde nur Dritte hinter dem österreichischen Duo Katharina Truppe und Katharina Liensberger.

Highlights: Truppe mit Überraschung, Shiffrin gibt Sieg aus der Hand

Quelle: Eurosport

Lena Dürr starrte im dichten Schneetreiben von Are wie versteinert auf die Anzeigetafel. Das nur schemenhaft zu erahnende Tableau wies für die beste deutsche Slalomläuferin die schlechteste Laufzeit im Finale aus, die nach Rang zwei im ersten Durchgang zum Greifen nahe Podestplatzierung war verspielt. Dürr musste sich mit Platz sieben begnügen - dass es die beste Leistung der deutschen Alpinen an einem ernüchternden Wochenende war, konnte sie nicht trösten.
"Ich bin ganz schön enttäuscht", sagte die 33-Jährige in der "ARD", "ich bin so gar nicht in den Lauf gekommen - und dann reicht's nicht. Ich habe versucht, den Kampf anzunehmen, aber das ist mir gar nicht gelungen."
Schon im Riesenslalom war Dürr im früheren WM-Ort von Platz zehn auf Rang 22 zurückgefallen, Abfahrtsheldin Emma Aicher ging bei der Rückkehr in ihre alte Heimat eine Woche nach ihrem Coup von Kvitfjell komplett leer aus: Platz 31 im "Riesen" folgte das Aus im Slalom. Auf ihrer Siegstrecke am "weißen Berg" in Norwegen erging es dem Rumpfteam der Speed-Männer nicht besser: Platz 19 im Super-G von Romed Baumann war die einzige Fahrt in die Punkte, reichte dem Routinier aber nicht, um sich wie in der Abfahrt für das Weltcup-Finale in Sun Valley/USA zu qualifizieren.
Dürr hatte nach ihrer starken Vorstellung im ersten Slalom-Durchgang noch die vierte Podestplatzierung in diesem Winter im Blick. Doch schon vor dem Finale lief es holprig, sie verlegte ihr Startnummern-Leibchen und musste sich kurzerhand selbst eines basteln. "Ich werde alles reinhauen und versuche, auf Angriff zu gehen", sagte sie, doch das ging schief, auf der immer weicheren Piste unterlief ihr Fehler um Fehler.

Frust bei Dürr - Jubel bei Truppe

Im Ziel legte Dürr enttäuscht den Kopf in den Nacken, wenige Meter entfernt jubelte Katharina Truppe (Österreich) über ihren ersten Weltcup-Sieg. Skikönigin Mikaela Shiffrin, Führende nach dem ersten Lauf, blieb hinter Katharina Liensberger "nur" Rang drei.
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Unnachahmlich: Shiffrin trotz kleinem Fehler mit Bestzeit

Quelle: Eurosport

Aicher nahm ihre "Nullrunde" locker. "Innenski, ein dummer Fehler", sagte sie über das Slalom-Aus. Dennoch sei es "immer schön, nach Schweden zurückzukommen", meinte die Tochter einer Schwedin, "auch wenn es dieses Wochenende nicht so lief". Im "Riesen", den Federica Brignone überlegen gewann, hatte sie den zweiten Lauf um zwei Hundertstelsekunden verpasst.
Brignone (Italien) steht dicht vor ihrem zweiten Triumph im Gesamtweltcup nach 2020
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(SID)
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Ganz bitter: Aicher unterwegs zu einer Top-Zeit - dann stürzt sie

Quelle: Eurosport


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