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"Der Käs' ist gegessen": Viktoria Rebensburg verpasst eine vielleicht einmalige Chance
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Publiziert 14/03/2016 um 12:43 GMT+1 Uhr
Das Rennen am Sonntag wollte sich Viktoria Rebensburg gar nicht mehr antun. "Der Käs' ist erst gegessen, wenn es rechnerisch fix ist", sagte sie, "aber realistisch gesehen, ist er gegessen." Der Gesamtweltcup ist entschieden. Lara Gut wird die große Kristallkugel am Sonntag nach dem "Heim-Finale" in St. Moritz bekommen. Und Rebensburg? Sie hat vielleicht eine einmalige Chance verpasst.
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Den Gedanken an den Gewinn des Gesamtweltcups hat Rebensburg angeblich immer verdrängt. Am Samstag aber schien es, als sei sie auch deswegen so niedergeschlagen, weil ihre letzte, wenn auch kleine Chance auf die große Kugel dahin war. Beim Super-G im schweizerischen Lenzerheide belegte sie nur Rang 18, es war ihr schlechtestes Resultat in dieser Saison, abgesehen von den zwei Ausfällen, die sie sich geleistet hatte. "Schade", sagte die 26-Jährige, "das tut extrem weh."
Mit dem Gesamtweltcup, behauptete Rebensburg, habe sie schon vor dem Wochenende in Lenzerheide nicht mehr gerechnet. Nein, versicherte sie, "ich habe jetzt nicht gedacht, dass da noch eine große Chance besteht. Ich habe schon vorher gesagt, wenn die Lara jetzt nicht noch einen großen Fehler macht oder etwas Unvorhergesehenes passieren sollte, ist das kein Thema."
Lara Gut belegte am Samstag im Super-G Rang fünf, ihr Vorsprung auf Rebensburg betrug damit 295 Punkte. Käs' gegessen. Nach Guts drittem Rang in der Kombination am Sonntag sind es sogar 355 Punkte.
Chance so groß wie nie
Womöglich wird sich Rebensburg irgendwann noch richtig ärgern, denn ihre Chancen auf den Gesamtweltcup waren nie so groß wie in diesem Winter. Tina Maze hatte ein Jahr Pause eingelegt. Titelverteidigerin Anna Fenninger zog sich vor Saisonbeginn einen Totalschaden im Knie zu. Mikaela Shiffrin fiel zwei Monate verletzt aus. Lindsey Vonn erlitt vor zwei Wochen eine schwere Knieverletzung - Saisonende. Doch Rebensburg fehlte die Konstanz.
Nach Silber im Riesenslalom bei der WM 2015 war sie trotz großer Zuversicht nur langsam in Fahrt gekommen, kurz vor Weihnachten schien dann der Knoten geplatzt zu sein. Es folgten zwei Siege und weitere fünf Top-3-Platzierungen, doch Rebensburg ließ zu viele Chancen ungenutzt, um häufiger auf dem "Stockerl" zu stehen. Lara Gut brachte es auf elf Podestplätze, darunter sechs Siege, sie ist nun die erste Schweizer Gesamtweltcupsiegerin seit Vreni Schneider 1995.
Die Kombination am Sonntag, bei der sich Wendy Holdner mit ihrem zweiten Weltcupsieg auch die kleine Kugel in dieser Disziplin sicherte, ließ Rebensburg aus: Sie wolle sich, betonte sie, auf die letzten Rennen konzentrieren. Vier plus ein Team-Wettbewerb stehen in St. Moritz noch aus - für Rebensburg zählt aber nur eines: der Riesenslalom am Sonntag. Im Weltcup liegt die Olympiasiegerin von 2010 52 Punkte hinter Eva-Maria Brem. Die Chance auf die kleine Kugel ist nicht allzu groß, aber sie ist noch da.
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