Emma Aicher - Deutscher Ski-Star erklärt Aufschwung in der vergangenen Weltcup-Saison: "Ab da hat es Klick gemacht"

Emma Aicher gehörte zu den strahlenden Überraschungen der abgelaufenen alpinen Ski-Saison und sie selbst scheint über ihren eigenen Leistungssprung fast genauso überrascht zu sein wie die zahlreichen Fans. Im Interview mit der "ARD" hat die 21-jährige DSV-Athletin nun offen über ihren Aufschwung, ihren Trainingsansatz und ihrem Weg zum richtigen Mindset gesprochen.

Abschluss einer Top-Saison: Aicher fährt in die Top 15

Quelle: Eurosport

"In Saalbach habe ich eigentlich vom ersten Training an ein gutes Gefühl gehabt", blickte Aicher auf die Skiweltmeisterschaften Anfang Februar in Saalbach zurück. "Da war ich auch sehr überrascht, dass ich ins Ziel gekommen bin."
Sie ergänzte: "Ich konnte halt von Anfang an so Skifahren, wie ich Skifahren wollte, und eben meinem Plan folgen. Und ab da hat es irgendwie Klick gemacht beim Speed-Fahren."
Aicher, die einst eher als Technik-Spezialistin galt, überzeugte in Österreich mit zwei sechsten Plätzen in den Speed-Disziplinen. Im Weltcup feierte sie schließlich in der Abfahrt von Kvitfjell sowie im Super-G in La Thuile ihre ersten beiden Siege.
Dabei spielt das Vertrauen in das Trainerteam und sich selbst eine zentrale Rolle: "Ich versuche mich, an unseren Plan zu halten. Denn ich bin davon überzeugt. Meine Trainer haben ja schon einen Plan - wenn ich mal müde werde, nimmt man mich halt raus. Aber weil es mir so Spaß macht, ist es für mich eher ein 'Wow, sie lassen mich alles fahren.'"

Aicher über ihr Mindset: "Dann ist es ja nur Skifahren"

Dass ihr neuer Mut zum Risiko auch mental gestützt wird, ist für Aicher selbstverständlich: "Ich habe ein Mental-Coaching, mit der ich zusammenarbeite. Das hat mir schon viel weitergeholfen. Vor allem nach der letzten Saison und zum Sprung in diese Saison."
Aicher, die sowohl die deutsche als auch die schwedische Staatsangehörigkeit besitzt und bereits mit 17 Jahren bei Olympia in Peking am Start war, hat sich durch ihre vergangenen Leistungen als große Hoffnungsträgerin im DSV-Team etabliert.
Und auch familiärer Rückhalt hilft der Deutsch-Schwedin dabei, fokussiert und zugleich locker zu bleiben: "Mit Freunden, Mama und Papa rede ich auch viel. Wenn ich es mit jemandem besprechen kann, macht es das einfacher. Dann ist es auch so: ‚Es ist ja nur Skifahren.'"
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Quelle: quattro media GmbH


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