Federica Brignone offenbart ihre Ängste nach schwerer Verletzung: Gesamtweltcupsiegerin rätselt über Ski-Comeback

Federica Brignone befindet sich nach ihrer schweren Verletzung bei den italienischen Meisterschaften zwar auf dem Weg der Besserung, an eine Rückkehr auf die Skier ist bei der Gesamtweltcupsiegerin aber noch nicht zu denken. "Ich arbeite mir den Hintern ab, um teilnehmen zu können", bezog sie sich auf ihre mögliche Teilnahme an den Olympischen Spielen 2026. Doch die Italienerin plagen auch Ängste.

Brignone exklusiv: "Ich mache noch eine Saison, wenn ..."

Quelle: Eurosport

Anfang April brach sich die 35-Jährige im Val di Fassa das Schien- und Wadenbein und riss sich das Kreuzband. Vier Monate später musste sie noch einmal unters Messer, im Zuge einer Athroskopie wurde laut italienischem Wintersportverband (FISI) der Bewegungsumfang des linken Knies verbessert.
"Der schlimmste Moment war, als ich verstanden habe, dass eine zweite Operation nötig war", blickte sie im Interview mit dem "Corriere della Sera" zurück. "Ich konnte nicht richtig gehen, keine Treppen steigen, mein Knie war geschwollen."
Um sich voll und ganz auf die Genesung konzentrieren zu können, mietete Brignone eine Wohnung in Turin. Dort wurde sie im medizinischen Zentrum des italienischen Fußballvereins Juventus versorgt.
Erst nach der zweiten Operation fuhr sie wieder regelmäßig in ihre Heimat, das bergige La Salle im Aostatal. "Das hat mir geholfen, wieder ein halbwegs normales Leben aufzunehmen."

Brignone: "Das wäre ein übler Schlag"

Die Erinnerungen an den Sturz konnte sie weitestgehend verdrängen. "Nur nachts habe ich davon geträumt", gestand die Azzurra.
Trotzdem trug Brignone nachhaltige Schäden von ihrem Sturz davon. "Mein Knie werde ich nie wieder komplett beugen können. Ich habe mir ein lebenslanges Problem geschaffen", schilderte sie. "Aber ich möchte wieder Ski fahren und erreichen, dass mein Körper mir vertraut."
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Federica Brignone

Fotocredit: Getty Images

Für diesen Pfad wird Geduld nötig sein, Schmerzen werden die zweimalige Weltmeisterin dabei stets begleiten. Wie sie damit umgeht? "Ich werde sie ertragen, ignorieren. Ich werde meine Muskeln aufbauen und wie eine Bestie arbeiten: Mein Körper darf sich nicht krank fühlen."
Die Rückkehr auf die Piste werde schließlich "eine Art Rehabilitation sein". Dahingehend plagt sie jedoch auch eine Angst. "Einerseits kann ich es kaum erwarten, andererseits möchte ich nicht die Ski anziehen und mich unwohl fühlen: Das wäre ein übler Schlag", so Brignone.
An die kommende Saison, geschweige denn die Olympischen Spiele in ihrer Heimat, denkt sie daher nicht. "Manche haben zwei Jahre gebraucht, um von einer ähnlichen Verletzung zurückzukommen", sagte sie. "Deshalb muss ich die Zeit überlisten, Tag für Tag denken. Wann ich wieder Ski fahre und Rennen bestreite? Ich weiß es nicht."
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Hirscher wieder auf Skiern - aber "noch ein langer, langer Weg"

Quelle: Eurosport


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