FIS richtet sich neu aus: Alexandra Meissnitzer übernimmt wichtiger Rolle unter Neu-Präsident Alexander Ospelt
Publiziert 27/08/2026 um 19:43 GMT+2 Uhr
Alexandra Meissnitzer übernimmt beim internationalen Verband für Ski- und Snowboardsport (FIS) eine zentrale Rolle. Die zweimalige Weltmeisterin und Gesamtweltcupsiegerin der Saison 1998/99 wird künftig als Director of Strategy & Public Affairs unter dem neu gewählten Präsident Alexander Ospelt arbeiten und soll dabei helfen, den Skisport strategisch neu auszurichten.
Alexandra Meissnitzer übernimmt bei der FIS eine neue Rolle
Fotocredit: Getty Images
Ihre neue Aufgabe nimmt die 53-Jährige nur wenige Monate nach einem offenen Konflikt mit der früheren FIS-Führung auf. Vor dem Kongress im Juni hatte Meissnitzer öffentlich Kritik an Ex-Präsident Johan Eliasch geübt und war daraufhin von der Veranstaltung ausgeschlossen worden.
Mit dem Führungswechsel hat sich ihre Situation grundlegend verändert. Ab sofort gehört das einstige ÖSV-Ass zum engsten Umfeld des FIS-Präsidenten.
"Nach meinem öffentlichen Statement kurz vor der Wahl im Juni war keineswegs selbstverständlich, wie mein Weg innerhalb der FIS weitergehen würde", schrieb sie in einem Post auf Instagram. "Umso mehr schätze ich das Vertrauen, das mir jetzt entgegengebracht wird."
Als ehemaliger Skifahrerin schlage ihr Herz "besonders für jene, die unseren Sport jeden Tag mit Leben füllen: unsere Athletinnen und Athleten", führte sie aus. "Unsere Aufgabe ist es, ihnen die bestmögliche Plattform zu bieten, um sich weltweit zu präsentieren - mit außergewöhnlichen Leistungen, starken Persönlichkeiten und ihren Geschichten. Denn Sport kann weit mehr als begeistern."
Meissnitzer will den Skisport neu denken
Meissnitzer sieht in ihrer neuen Funktion vor allem die Möglichkeit, Veränderungen anzustoßen.
"Wir müssen den Skisport neu denken", erklärte sie in einem Gespräch mit den "Salzburger Nachrichten". Dabei beschäftigt sie insbesondere die Frage, wie der Wintersport angesichts des Klimawandels langfristig zukunftsfähig bleiben kann und wie sich wieder mehr junge Menschen für ihn begeistern lassen.
Auch die Athleten sollen nach ihren Vorstellungen stärker in den Mittelpunkt rücken. Meissnitzer möchte ihnen bessere Möglichkeiten geben, ihre sportlichen Leistungen und persönlichen Geschichten international zu vermarkten. Als Beispiel gilt unter anderem Freestyle-Star Eileen Gu, die sportliche Erfolge mit einer starken persönlichen Marke verbindet.
Nicht zuletzt wird die Österreicherin auch in der Zusammenarbeit mit den nationalen Verbänden gefragt sein - die unter Ex-Präsident Eliasch zuletzt arg gelitten hatte.
An Aufgaben wird es Meissnitzer jedenfalls nicht mangeln. "Es gibt viel zu tun. Und darauf freue ich mich", hielt sie fest.
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Quelle: Eurosport
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