Ski Alpin - Fritz Dopfer exklusiv: Warum Lena Dürr plötzlich zu den Top 3 im Slalom gehört
Lena Dürr hat im Weltcup einen Traumstart hingelegt. Nach zwei dritten Plätzen bei den Slaloms von Levi fuhr die Münchnerin auch in Killington in die Top 5. "Lena hat an den Fehlern, die sie noch vergangenen Winter gemacht hat, gearbeitet und ist stabiler geworden", erklärt der ehemalige Slalom-Spezialist Fritz Dopfer im Exklusiv-Interview mit Eurosport.de die jüngsten Erfolge der 30-Jährigen.
Lena Dürr
Fotocredit: Imago
Petra Vlhová, Mikaela Shiffrin - und dann schon Lena Dürr.
Die DSV-Athletin ist in der Slalom-Weltcupwertung plötzlich erste Verfolgerin der beiden Stars der Szene. "Lena hat bereits 2013 einen Weltcupsieg gefeiert. Das muss man erst mal erreichen. Dies bedeutet gleichzeitig, dass sie die Qualität auf dem Ski immer in sich getragen hat", sagt Dopfer, der 2015 in Beaver Creek Vizeweltmeister im Slalom wurde.
"Aus der Ferne betrachtet gefällt es mir sehr gut, wie sie sich technisch weiterentwickelt hat", so der gebürtige Innsbrucker, der während seiner Karriere im Weltcup für Deutschland startete. Bei Dürr passe nun "auch das Material wieder mehr zu ihrer Fahrweise".
Ein Eindruck, den die 30-Jährige bestätigte. "Ich habe einen neuen Servicemann. Wir sind einen Schritt mit dem Material weitergekommen. Das gibt einem vielleicht die letzte Sicherheit am Start, das auch unter einem alles passt, also Ski und Schuh", erklärte Dürr in der "Frankfurter Rundschau".
Dopfer: "Optimale Voraussetzungen" für Dürr
Das Gesamtpaket scheint nun zu passen und "wenn sich dann noch zusätzliche die Erfolge einstellen und bereits die ersten Durchgänge erfolgreich absolviert werden, löst die positiven Emotionen und Gefühle aus", weiß Dopfer, der in diesem Winter als Weltcup- und Olympia-Experte bei Eurosport im Einsatz ist.
Vor diesem Hintergrund sei es besonders wertvoll, dass Dürr einen dermaßen guten Start hatte.
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Bärkenstark! Dürr zaubert im zweiten Durchgang und wird Dritte
Quelle: Eurosport
Treffe man am Saisonanfang "vorwiegend gute Entscheidungen", könne der Winter "zum Selbstläufer" werden. "Man vertraut sich selbst und schlägt in Grenzsituationen den richtigen Weg ein", erläutert Dopfer. "Vor diesem Hintergrund spielt die mentale Komponente eine zentrale Rolle, die ein Garant für den derzeitigen Erfolg von Lena ist."
Die Vorzeichen stehen gut, dass Dürr beim nächsten Slalom am 29. Dezember im österreichischen Lienz an die starken Ergebnisse von Levi und Killington anknüpfen kann. "Insgesamt waren es in dieser Saison schon sechs Läufe, in den sie durchgehend in den Top 5 zu finden war", unterstreicht Dopfer. "Das sind optimale Voraussetzungen für die nächsten Rennen."
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"Sehr sauber": Dürr fährt nächstes Spitzenergebnis ein
Quelle: Eurosport
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