Ski alpin: Goggia gewinnt bei Olympia-Test auch Super-G

Sofia Goggia hat auch den zweiten Olympia-Test im südkoreanischen Jeongseon für sich entschieden. Die 24-Jjährige Italienerin gewann nach der Abfahrt auch den Super-G in 1:20,35 Minuten knapp vor Speed Queen Lindsey Vonn (USA/0,04 Sekunden zurück) und der Slowenin Ilka Stuhec (+0,51). Vonn und Stuhec hatten auch in der Königsdisziplin die Plätze zwei und drei belegt.

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Viktoria Rebensburg (Kreuth) fuhr ein Jahr vor den Winterspielen an gleicher Stelle mit 1,26 Sekunden Rückstand auf Platz sieben. In der Abfahrt hatte sie einen enttäuschenden 14. Rang belegt.
"Das war okay, ein solider Lauf", sagte Rebensburg, die bei frühlingshaften Bedingungen mit Startnummer 1 auf die "Jeongseon Downhill" gegangen war: "Ich bin die letzten Male ausgeschieden und wollte auf alle Fälle das Ziel mal wieder sehen."
Michaela Wenig (Lenggries/+3,36), in der Abfahrt noch gute 23., wurde 40., Patrizia Dorsch (Schellenberg/+3,88) fuhr auf Rang 43.

"Schon wieder du!"

Goggia beeindruckte mit ihrem Doppelschlag auch Dominatorin Vonn. Als der US-Star beim Super-G ins Ziel fuhr, winzige 0,04 Sekunden langsamer als Goggia, zeigte sie auf die Italienerin in der "Leader's box" und rief: "Schon wieder du!" In der Abfahrt hatte ihr Goggia den Sieg um 0,07 Sekunden weggeschnappt.
"Diese insgesamt elf Hundertstel tun echt weh", sagte Abfahrts-Olympiasiegerin Vonn, "aber ich bin mir sicher, dass ich die nächstes Jahr zurückholen kann. Das macht mich nur noch hungriger." Dritte wurde jeweils Abfahrts-Weltmeisterin Ilka Stuhec (Slowenien), die in beiden schnellen Disziplinen vor dem Gewinn der Weltcupwertung steht.
Die Strecke wurde von den Athletinnen ausnahmslos gelobt. "Ich liebe diese Piste", sagte Vonn über die anspruchsvolle "Jeongseon Downhill" mit vielen Wellen, zahlreichen Geländeübergängen und Sprüngen sowie weitgezogenen Kurven. Rebensburg sprach von einem "schönen Gelände". Michaela Wenig sah einen "super coolen Kurs, es macht richtig Spaß, darauf zu fahren".

Umweltschützerin kritisiert "Massaker mit der Kettensäge"

Bei der Entstehung der Piste, die 2016 bereits von den Männern getestet wurde, hatte es jedoch Kritik gegeben. Umweltschützer beklagten das Fällen mehrerer zehntausend Bäume, die Aktivistin Kim Choony sprach im Spiegel von einem "Massaker mit der Kettensäge".
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