Slalom in Killington: Mikaela Shiffrin dominiert bei Heimspiel, Lena Dürr schrammt am Podium vorbei

Lena Dürr hat im dritten Slalom des neuen Weltcupwinters ihren dritten Podestplatz knapp verpasst. Die Germeringerin belegte 0,19 Sekunden hinter der drittplatzierten Schweizerin Wendy Holdener Rang vier. Lokalmatadorin Mikaela Shiffrin dominierte das Rennen. Lediglich Olympiasiegerin Petra Vlhova (+0,33) aus der Slowakei als Zweite hatte weniger als eine Sekunde Rückstand auf Shiffrin.

Ekstase in Killington: Shiffrin zündet Feuerwerk im Finale

Quelle: Eurosport

Lena Dürr ließ kurz den Kopf hängen. Dieser eine dicke Patzer war zu viel, das wusste die beste deutsche Slalom-Fahrerin sofort.
Eine gute Minute später, als Shiffrin unter dem Jubel Tausender Landsleute ihren 90. (!) Weltcupsieg eingefahren hatte, hatte Dürr Gewissheit: Beim dritten Slalom der Saison verpasste sie erstmals das Podium - allerdings nur knapp.
0,19 Sekunden fehlten der 32-Jährigen in Killington im US-Bundesstaat Vermont aufs "Stockerl". "Der Schnee hat einfach keine Fehler verziehen", sagte Dürr. "Alles in allem" war sie aber "echt wieder zufrieden, auch wenn es gerade kurz weh tut".
Der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier sprach von einer "coolen Leistung", bekannte aber, dass das Podium "drin gewesen wäre". Mit dem Saisonstart seiner Vorfahrerin sei er allerdings sehr zufrieden, "das steht völlig außer Diskussion", betonte Maier.

Lena Dürr patzt im Zielhang entscheidend

Die Plätze zwei und drei im finnischen Levi, jetzt Vierte in den USA - "sie hält ihr hohes Leistungsniveau und hat da weitergemacht, wo sie letzte Saison aufgehört hat", lobte Maier die WM-Dritte aus München.
Als Zweite des ersten Laufs hatte Dürr auf der "Superstar"-Piste die Top drei im Visier, als sie ins Finale ging. Dort fand sie eine unruhige Strecke vor und ließ die letzte Konsequenz vermissen. Im Zielhang musste sie beinahe in den Spagat - und das "Stockerl" war weg. Nach ihr flog Shiffrin zum sechsten Sieg beim siebten Slalom "zuhause" unweit der Schule, die sie einst besucht hatte.
"Ihr wart so laut - danke! Das hat meine Energie in den Beinen gehalten, das war wunderbar", rief die Skikönigin "ihrem" Publikum zu. "Es ist wunderbar, das zu schaffen. Es war so intensiv, weil ich unbedingt wollte, dass es Spaß macht zuzuschauen. Ich hoffe, dass es eine gute Show war", sagte sie - und der Applaus gab ihr recht.

Weitere DSV-Starterinnen verpassen Finale

Schon beim Riesenslalom am Samstag hatte Shiffrin als Dritte überzeugt. Den zweiten Sieg im zweiten Rennen des Winters von Lara Gut-Behrami konnte sie aber nicht verhindern. Dabei ist die Schweizerin "aktuell nicht die beste Lara im Riesenslalom", wie sie berichtete, "denn ich habe mit vielen Dingen mehr Mühe". Außer mit dem Gewinnen von Skirennen, wie ihr 39. Sieg bewies.
Die weiteren deutschen Starterinnen Emma Aicher, im zweiten Levi-Rennen noch 23., Andrea Filser, Jessica Hilzinger und Elina Lipp verpassten den zweiten Durchgang der besten 30.
(SID)
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Quelle: Eurosport

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