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Ski Alpin in Kitzbühel: Matthias Mayer triumphiert im Super-G auf der Streif, Josef Ferstl Achter
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Publiziert 20/01/2017 um 12:22 GMT+1 Uhr
Abfahrts-Olympiasieger Matthias Mayer hat die Ski-Nation Österreich zum Auftakt der Hahnenkammrennen in Kitzbühel jubeln lassen. Der 26-Jährige holte sich beim Super-G im Ski-Mekka seinen vierten Weltcup-Sieg - den ersten nach zwei zweiten Plätzen in "Kitz". Es war der erste Erfolg eines Österreichers im Super-G von Kitzbühel seit dem Triumph von Klaus Kröll 2009.
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Für Ferstl war es nach Platz fünf in Santa Caterina kurz nach Weihnachten die zweitbeste Weltcup-Platzierung in dieser Disziplin. Und in Kitzbühel war bei einem Super-G, der dort seit 1995 gefahren wird, noch kein Deutscher.
Der Sohn des zweimaligen "Kitz"-Siegers Sepp Ferstl lag am Jubiläums-Tag des Triumphes seines Vaters nach Problemen an der Hausbergkante 0,90 Sekunden hinter Mayer zurück.
Als Ferstl in Kitzbühel die "8" vor seinem Namen registrierte, dachte er nur "geil - einstellige Zahl ist immer gut." Und weil die "8" auch nach dem Ende des Super-G noch dort stand, sagte er: "Top 10 in Kitzbühel ist perfekt!"
Ferstl lachte, er freute sich "extrem", aber das war nichts im Vergleich zu den Österreichern: Erster Tag der Hahnenkammrennen, an der Strecke 15.000 Zuschauer, strahlend blauer Himmel - und dann gewinnt einer der ihren. Matthias Mayer, Abfahrts-Olympiasieger 2014, gelang mit seinem ersten Sieg in Kitzbühel der perfekte Auftakt für die Festtage im Mekka des alpinen Rennsports. "Es ist unglaublich, dass ich ganz oben stehen kann. Das ist der größte Traum eines Skifahrers, in Kitzbühel zu gewinnen", sagte Mayer.
Vor gut 13 Monaten war er in Gröden schwer gestürzt, zwei Brustwirbel brachen, es war die üble Fortsetzung seiner Leidensgeschichte nach dem Olympiasieg. "Es war eine schwere Zeit, mich nach dem Sturz zurückzukämpfen, das aus dem Kopf zu bringen, aber jetzt läuft's", sagte der 26 Jahre alte Kärtner nach seinem vierten Weltcupsieg - alle geholt erst nach Sotschi 2014.
Beim ersten Super-G-Erfolg eines Österreichers in Kitzbühel seit dem Triumph von Klaus Kröll 2009 war Mayer 0,09 Sekunden schneller als Christof Innerhofer (Italien) und 0,44 Sekunden schneller als Beat Feuz (Schweiz). Kjetil Jansrud aus Norwegen, Sieger der bisherigen drei Super-G in diesem Winter, leistete sich einen haarsträubenden Fehler und wurde mit 0,92 Sekunden Rückstand nur Neunter - 0,02 Sekunden hinter dem erkennbar zufriedenen Ferstl.
"Echt cool, wenn man den Herrn Jansrud im Griff hat", sagte Ferstl - freudig beklatscht von seinem Vater Sepp, der 1978 und 1979 jeweils die Abfahrt auf der Streif gewonnen hatte. Der Junior wäre schon zufrieden, wenn ihm am Samstag (11:30 Uhr in TV, Livestream und Ticker bei Eurosport) Ähnliches gelänge wie am Freitag. Aber: "Das ist ein neuer Tag", und: "Es geht von oben bis unten."
Auf "unten" wird Ferstl dann ganz besonders acht geben: Im Super-G vergab er am Hausberg eine bessere Platzierung, "es hätte weiter nach vorne gehen können", sagte er. Das dachte sich auch Andreas Sander, der lediglich Rang 28 belegte, eine Platzierung, die mittlerweile weit unter seinem Niveau ist. Der 27-Jährige wollte nicht einmal die ungünstige Startnummer eins als Ausrede gelten lassen. "Ich war ein bisschen der Testkandidat", sagte er, betonte aber, dass er nicht gut gefahren sei: "Auch mit der Startnummer eins wäre mehr drin gewesen."
Die Chance zur Wiedergutmachung bekommt er am Samstag. Von oben bis unten.
Video - Kitzbühel 2016: Svindal siegt im Super-G auf der Streif
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