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Yule trumpft in Kitzbühel auf, Tremmel fällt zurück
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Publiziert 26/01/2020 um 10:29 GMT+1 Uhr
Der Schweizer Daniel Yule hat den Slalom am Gansernhang in Kitzbühel für sich entschieden. Rang zwei ging an Marco Schwarz aus Österreich (+0,17) vor Vorjahressieger Clement Noel aus Frankreich (+0,32). Anton Tremmel, im ersten Lauf mit Nummer 50 auf Platz sieben gefahren, fiel im Finale auf Rang 18 zurück. Bester Deutscher wurde Sebastian Holzmann als 17.
Daniel Yule
Fotocredit: Getty Images
Der Norweger Lucas Braathen (+0,49), sensationell Führender zur Halbzeit, belegte zeitgleich mit seinem Landsmann Henrik Kristoffersen einen starken vierten Rang.
Linus Straßer schied nach einer wilden Fahrt aus. Straßer hatte nach dem ersten Durchgang als 14. ebenfalls in einer aussichtsreichen Position gelegen. Er habe jedoch "völlig überdreht. Da ist der alte Linus durchgekommen.
"Ich kann mit dem gut leben", sagte der nach Felix Neureuthers Rücktritt beste deutsche Slalomfahrer nach seinem Final-Aus in Kitzbühel, wo der Münchner einst das Skifahren gelernt hatte:
Das sah Neureuther ganz anders. Nach Platz 14 im ersten Lauf sei Straßers Chance auf eine Top-Platzierung beim Hundertstelkrimi von Kitz "riesengroß" gewesen, sagte er. Doch während etwa Daniel Yule voll durchzog und als erster Schweizer seit 1968 am legendären Ganslernhang gewann, während Sebastian Holzmann (Oberstdorf) und Anton Tremmel (Rottach-Egern) mit den Rängen 17 und 18 überraschten, habe Straßer "völlig überdreht".
"Da ist der alte Linus durchgekommen", sagte Neureuther, "er muss kapieren und lernen, dass er es vom Kopf her anders angeht." Straßer gab immerhin zu, dass er die zweite Fahrt "ein bisschen zu ungestüm" angelegt hatte - schon bei der ersten Zwischenzeit war sie zu Ende.
Tremmel fällt zurück
Tremmel (+1,66 Sekunden) die Möglichkeit auf einen Coup. Doch nach kleinen Unsicherheiten zu Beginn des Finals habe er "unterbewusst ein bisschen zurückgescheut", sagte er. Dennoch überwiege nach seinem besten Weltcup-Ergebnis die Freude.
Holzmann (+1,65), der sogar kurz im Stuhl des Führenden Platz nehmen durfte ("das war cool"), fuhr als einziger Deutscher couragiert bis ins Ziel - und war "mega zufrieden". Stolze 13 Plätze machte der 26-Jährige im Finale gut und holte damit erstmals in diesem Winter Weltcup-Punkte.
Yule, zuletzt schon Sieger beim Klassiker in Adelboden und in Madonna di Campiglio, ärgerte im Skimekka Tausende erwartungsfrohe Österreicher, als er Lokalmatador Marco Schwarz noch den Sieg entriss - und sich das Rekordpreisgeld von 100.000 Euro schnappte. "Wahnsinn, es ist auch als Schweizer etwas Besonders, in Kitzbühel zu gewinnen", sagte er. Zuletzt war das am Ganslern vor 52 Jahren Dumeng Giovanoli gelungen. "Als Kind schaust du schon die Rennen, der Mythos macht das so speziell", meinte Yule.
(SID)
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