Weltcup-Finale: Aicher braucht im Kampf um Gesamtweltcup gegen Shiffrin ein Wunder im Riesenslalom von Lillehammer

Emma Aicher braucht beim Finale in Hafjell im Kampf um den Gesamtweltcup im Ski Alpin ein Wunder, um Mikaela Shiffrin im letzten Rennen der Saison 2025/26 noch abzufangen. Nach dem Sieg im Slalom liegt die US-Amerikanerin in der Gesamtwertung 85 Punkte vor der Deutschen, die am Dienstag Dritte wurde. Das bedeutet: Aicher muss den Riesenslalom gewinnen und Shiffrin dürfte dabei keine Punkte machen.

Starke Aicher vertagt mit Podestplatz Entscheidung im Gesamtweltcup

Quelle: Eurosport

Nur so könnte sich die 22 Jahre alte Aicher am Mittwoch (9:30 Uhr live bei Eurosport und HBO Max) doch noch die große Kristallkugel sichern. Das wäre eine große Überraschung, wenn man bedenkt, dass der Riesentorlauf die schwächste Disziplin Aichers ist.
Im Riesenslalom-Weltcup liegt die Deutsche vor dem die Saison abschließenden Rennen auf Rang 17, Shiffrin auf Platz vier. Zuletzt deutete Aicher allerdings an, dass auch im Riesentorlauf die Tendenz nach oben geht. Beim Rennen in Are Mitte März wurde das DSV-Ass Vierte und erzielte damit ihre mit Abstand beste Weltcupplatzierung im Riesenslalom.
Zuvor war ihre Saison im Riesentorlauf eher durchwachsen verlaufen: in Sölden wurde sie 28., in Tremblant 12., am Semmering 19. und in Spindlermühle 10. In Copper Mountain, dem zweiten Rennen in Tremblant und in Kranjska Gora schied sie aus.
Zwar ist Shiffrin seit ihrem schlimmen Sturz in Killington im November 2024 im Riesenslalom immer noch nicht ganz die Alte, ihre Saisonergebnisse sind dennoch weit besser als die von Aicher. So fuhr die 31-Jährige bei allen bisherigen neun Saisonrennen in die Top 10, achtmal sogar in die Top-Sechs.

Shiffrin zollt Aicher Respekt

Für Aichers großen Triumph dürfte Shiffrin am Mittwoch nicht in die Punkte fahren. Diese werden beim Finale traditionell nur für die besten 15 Läuferinnen vergeben. Auch das ist angesichts der Stabilität der 31-Jährigen unwahrscheinlich.
Vor der endgültigen Entscheidung zollte die Slalom-Olympiasiegerin ihrer Rivalin jedoch großen Respekt.
Es breche gerade eine "neue Ära der größten Allrounderin" an, betonte die beste Skirennläuferin der Gegenwart, sie sei "schon sehr gespannt", was Aicher in Zukunft leisten werde. "Aber erst mal fahren wir morgen noch ein Rennen", sagte sie lachend.
picture

Laufbestzeit mit 17 Jahren! Junioren-Weltmeisterin Trocker begeistert

Quelle: Eurosport

Aicher gibt zu: Hundertstelpech"nervig"

Die Ausgangsposition für Aicher hätte indes besser sein können, hätte sie nicht auch in Hafjell zum wiederholten Male in diesem Winter Hundertstelpech gehabt.
Die zweitplatzierte Wendy Holdener aus der Schweiz lag im Slalom am Ende nur 0,04 Sekunden vor ihr - was Aicher gleich mal 20 Punkte kostete. "Es ist nervig", sagte sie im "ZDF", "aber, ich hoffe, ich kriege die Hundertstel irgendwann mal wieder zurück."
Grund zur Enttäuschung gibt es nach zweimal Olympiasilber, drei Weltcupsiegen, Podiumsplätzen in drei von vier Disziplinen vor dem letzten Rennen und schlechtestenfalls Rang zwei im Gesamtweltcup dennoch nicht.
So sagte Aicher schon vor dem Weltcupfinale, dass alles, was noch komme, nur ein Bonus sei.
Das könnte Dich auch interessieren: Pinheiro schnappt sich Kristallkugel
(mit SID)
picture

Überragende Shiffrin rast zum nächsten Rekord

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung