Riesenslalom in Maribor | Shiffrin und Vlhova siegen. Rebensburg patzt

Mikaela Shiffrin und Petra Vlhova haben zeitgleich den Riesenslalom in Maribor gewonnen. Für die US-Amerikanerin war es der 55. Weltcupsieg ihrer Karriere. Viktoria Rebensburg verpatzte die Generalprobe für die WM ab kommenden Dienstag in Are/Schweden (15. bis 17. Februar) hingegen gründlich. Die Olympiasiegerin von 2010 schied bereits im ersten Lauf nach knapp 13 Fahrsekunden aus.

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Für Viktoria Rebensburg wird der Flug zur Weltmeisterschaft in Are zu einer Reise ins Ungewisse. Am Samstag kurz nach Mittag bricht die beste deutsche Skirennläuferin von München aus nach Schweden auf, doch sie wird wohl auf dem Weg dorthin mehr grübeln, als ihr lieb ist.
Statt in den letzten Rennen vor dem Kampf um die Medaillen noch mal Selbstvertrauen zu gewinnen, verpatzte die Olympiasiegerin von 2010 nach der Generalprobe im Super-G in Garmisch-Partenkirchen jetzt auch noch den Härtetest in ihrer Lieblingsdisziplin. Im slowenischen Maribor schied Rebensburg bei Regen bereits im ersten Lauf aus, verdattert und wütend auf sich selbst stand sie nach 13 Sekunden neben der Piste.
"Das ist natürlich sehr ärgerlich", sagte sie, nachdem sie sich ein wenig beruhigt hatte:
In der Tat fährt Rebensburg nach Schweden, wo bei der WM 2007 ihr Stern aufgegangen war, mit zwei zweiten Plätzen und einem dritten Platz - aber ohne Saisonsieg.

Shiffrin überholt Maier

Mit ausreichend Selbstvertrauen dürften Mikaela Shiffrin (USA) und Petra Vlhova (Slowakei) nach Are reisen: Am Freitag belegten sie in Maribor zeitgleich Rang eins, für Shiffrin war es der zwölfte, für Vlhova der vierte Saisonsieg. Shiffrin hat nun 55 Weltcupsiege, damit einen mehr als der "Herminator" Hermann Maier (Österreich) und ebenso viele wie Vreni Schneider (Schweiz).
Mehr auf dem Konto haben nur noch Annemarie Moser-Pröll (Österreich/62), Marcel Hirscher (Österreich/68), Lindsey Vonn (USA/82) und Ingemar Stenmark (Schweden/86).
Für Rebensburg sind die beiden verpatzten Rennen trotz allem Zweckoptimismus ein Dämpfer. Zumal sie auch in ihrer Lieblingsdisziplin ein wenig verunsichert wirkte in den vergangenen Tagen. "Ich weiß", sagte sie noch vor Garmisch-Partenkirchen, "dass ich im Riesenslalom schnell sein kann", aber dazu müssten auch "die ganzen Baustellen drumherum passen".
Das heißt: Sie muss oft und gut genug trainiert haben, dazu muss das Material stimmen. Die 13 Sekunden in Maribor sind nun nicht dazu angetan, positive Rückschlüsse zu ziehen.
Zuletzt war Rebensburg aufgrund des Rennkalenders häufig auf Abfahrt und Super-G reduziert gewesen, die fehlenden Trainingstage hatte sie zu kompensieren versucht, indem sie am vergangenen Wochenende nach dem Ausscheiden im Super-G die Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen sausen ließ - auch, um sich an neues Material zu gewöhnen.
Von ihrer Klasse, versicherte Cheftrainer Jürgen Graller, habe die 29-Jährige im "Riesen" nichts verloren, "der Schwung ist mega". In Maribor war davon nichts zu sehen. In Are vielleicht? "Der Schnee und die Bedingungen da oben passen ihr ganz gut", sagte Graller.
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