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Ski Alpin: Viktoria Rebensburg - Kleine Kugel gegen den großen Olympia-Frust
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Publiziert 08/03/2018 um 16:45 GMT+1 Uhr
Die Olympia-Enttäuschung sei "abgehakt", sagt Viktoria Rebensburg. Sie hat das nächste Ziel ins Visier genommen: Die kleine Kristallkugel im Riesenslalom wäre "ein großer Erfolg". Mit einem Heimsieg beim Weltcup in Ofterschwang am Freitag (11.00/14.00 Uhr, live im TV auf Eurosport) kann sich die 28-Jährige vorzeitig die kleine Kristallkugel in ihrer Paradedisziplin Riesenslalom sichern.
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Kristall, weiß Rebensburg, "ist das Größte, was es in unserem Sport zu gewinnen gibt." Klar, in der breiten Öffentlichkeit wiegt eine Medaille bei Olympia schwerer, aber das hat nach Gold 2010 und Bronze 2014 diesmal in Südkorea nicht sein sollen. Platz vier im "Riesen", nur 0,12 Sekunden fehlten zum Podium. Ja, sagt sie, das sei ärgerlich gewesen, aber: "Die Olympischen Spiele habe ich abgehakt, am Ausgang kann ich jetzt ohnehin nichts mehr ändern. Pyeongchang ist Geschichte." Sie will nach vorne schauen.
Das heißt zunächst: Zum Ofterschwanger Horn im Allgäu, wo Rebensburg im März 2012 zwei ihrer bislang 16 Weltcup-Siege gefeiert hatte. Sie verbinde "extrem schöne Erinnerungen" mit dem Hang im Schwäbischen, sagt Rebensburg, und das gilt ganz allgemein auch für 2012: Vor sechs Jahren hat sie die kleine Kristallkugel zum zweiten und bislang letzten Mal gewonnen.
DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier kennt Rebensburgs Chancen in Ofterschwang:
32 Punkte liegt Rebensburg vor den beiden letzten Riesenslaloms des Winters vor Weltmeisterin Tessa Worley aus Frankreich. Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin (USA), die im Allgäu spätestens beim Slalom am Samstag wohl den erneuten Triumph im Gesamtweltcup klarmachen wird, liegt 81 Zähler zurück. Das heißt: Sollte Rebensburg gewinnen und Worley höchstens Achte werden, wäre das Ding durch - egal, was Shiffrin macht.
Heimspiel für Viktoria Rebensburg
Die Veranstalter erwarten 15.000 Fans an beiden Renntagen. "Die Kulisse wird sicherlich wieder großartig und für eine Extraportion Motivation sorgen, alles zu geben", sagt Rebensburg. Der Hang, betont sie, liege ihr.
Für ihr Heimspiel hat sie den Weltcup-Super-G im Schweizer Crans Montana am vergangenen Wochenende sausen lassen, stattdessen in Ofterschwang auf der Weltcup-Strecke trainiert - "mit dem Ziel, meine Technik bestmöglich auf die lokalen Verhältnisse abstimmen zu können. Das ist der Grundstein, um erfolgreich sein zu können."
Drei oder mehr Riesenslalom-Kugeln gewannen nur die Ski-Größen Vreni Schneider (5), Lise-Marie Morerod (beide Schweiz), Annemarie Moser-Pröll (Österreich) und Anja Pärson (Schweden/alle 3). Rebensburg will in diese Phalanx aufrücken - am liebsten schon in Ofterschwang.
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