Mikaela Shiffrin veröffentlicht Hassnachrichten nach Gold bei Olympia in Mailand und Cortina: "Schäm dich, Verräterin"

Mikaela Shiffrin gelang bei Olympia in Mailand mit Gold im Slalom nach den medaillenlosen Winterspielen in Peking ein Befreiungsschlag. Im Internet wurde die 30-Jährige allerdings heftig attackiert und beleidigt. Einige Kommentare teilte Shiffrin nun in einem Video bei Instagram. "Du bist ein verdammter Witz" und "Schäm dich, Verräterin" gehörten dabei zu den harmloseren Hassbotschaften.

Shiffrin nach Olympiasieg emotional: "Es ist auch ein Neuanfang"

Quelle: Eurosport

Ein User forderte etwa: "Bleib in Italien, du Schlampe." Ein weiterer Kommentar erklärte voller Ironie: "Es wäre so schade, wenn du dich verletzt und nie wieder Skifahren kannst." Und ein anderer bezeichnete die Rekord-Weltcup-Siegerin als "wertloses Stück Scheiße".
Auslöser dieser Attacken war offensichtlich eine Bemerkung von Shiffrin bei den Olympischen Spielen, als die US-Amerikanerin auf die politisch angespannte Situation in ihrer Heimat angesprochen wurde.
Shiffrin zitierte dabei Nelson Mandela: "Frieden ist nicht die Abwesenheit von Konflikten. Frieden ist das Schaffen eines Umfelds, in dem wir alle aufblühen können". Sie hoffe daher, dass der Sport Werte wie "Inklusion, Diversität und Freundlichkeit" fördern könne.
Doch bei vielen Personen, die die Politik von US-Präsident Donald Trump unterstützen, wurde dies als nicht-patriotisch gewertet. Auch andere Olympia-Sportler aus den USA, die sich ähnlich äußerten, wurden Ziel der Attacken, darunter US-Freestyle-Skier Hunter Hess.

Shiffrin kritisiert Attacken auf Sportler

Shiffrin stellte unter ihrem Video klar, dass Athleten ebenfalls nur Menschen seien. "Sie erleben Verluste, Trauer und Traumata – und wir erwarten von ihnen, dass sie auf der größten Bühne der Welt ihre beste Leistung bringen, durchhalten und unterhalten, mit Gelassenheit sowohl im Sieg als auch in der Niederlage."
"Obwohl wir selbst noch nie olympischen Sport betrieben haben, kritisieren einige von uns. Wir machen sie schlecht. Wir zerreißen sie. Wir beschämen sie."
Shiffrin selbst hatte sich während Olympia aus den sozialen Medien komplett ferngehalten. Die Hasskommentare erreichten die erfolgreichste Skifahrerin der Weltcupgeschichte daher erst nach dem Ende ihrer Rennen.
Mit der Veröffentlichung will Shiffrin nun für das Thema sensibilisieren. Eine letzte Botschaft in dem Video hatte die 30-Jährige ebenfalls: "Seid nett, denkt zuerst und habt Spaß." Ihr Team teilte zudem mit, dass die Hasskommentare den zuständigen Plattformbetreibern weitergeleitet wurden.
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Quelle: Eurosport


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