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Olympia 2022: Mikaela Shiffrin denkt nach Aus im Slalom an toten Vater - "Bin ziemlich sauer auf ihn"
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Publiziert 09/02/2022 um 03:32 GMT+1 Uhr
Neuer Tiefschlag für Mikalea Shiffrin: Der US-Superstar ist auch im Olympia-Slalom nach wenigen Sekunden ausgeschieden - so wie im Riesenslalom zwei Tage zuvor. Die Seriensiegerin in dieser Disziplin kam diesmal nur vier Tore weit, dann war der Traum von einer Medaille erneut jäh beendet. Verzweifelt und ratlos saß Shiffrin nach dem zweiten Aus im zweiten Rennen geschockt neben der Piste.
Extrem angefasst: Shiffrin gibt bemerkenswertes Interview
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Mikaela Shiffrin war untröstlich. Die größte Skirennläuferin der Gegenwart vergoss bittere Tränen über ihren nächsten olympischen Albtraum in Yanqing, vor allem aber vermisste sie in diesen schweren Momenten jenen Mann, der sie so oft wieder aufgebaut hatte.
"Ich würde ihn jetzt wirklich gerne anrufen", sagte Shiffrin über ihren Vater Jeff - und schluchzte.
Denn Jeff Shiffrin kann seine Tochter nicht mehr trösten: Er verstarb vor zwei Jahren bei einem tragischen Unfall zuhause.
"Er würde mir wahrscheinlich sagen: Komm darüber hinweg", erzählte Shiffrin und lachte verzweifelt, "aber er ist nicht hier, um mir das zu sagen." Das mache alles noch viel schlimmer. Wie konnte er sie nur so im Stich lassen? "Ich bin ziemlich sauer auf ihn", sagte Shiffrin.
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Drama um Shiffrin: Doppelter Olympia-Tiefschlag für Seriensiegerin
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Mikaela Shiffrin kann Aus nicht fassen
Die Dominatorin der alpinen Szene hatte sich auf dem technischen Kurs in Yanqing einen frühen Fehler geleistet und war wie zuvor im Riesenslalom ausgeschieden - nach zusammengenommen nur elf Toren und gerade mal knapp 18 Sekunden Fahrzeit.
"Ich fühle mich sehr schlecht", sagte Shiffrin unter Tränen: "Es geschieht derzeit viel mehr, als meine Leistung im Skifahren. Aber ich fühle mich wirklich schlecht, dass mir das passiert ist. Es fühlt sich an wie viel Arbeit für nichts." Es sei zwar "so dumm, sich so sehr darüber zu ärgern. Aber ich habe das Gefühl, dass ich jetzt vieles in Frage stellen muss."
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"Komplett aus dem Konzept": Shiffrin scheitert auch im Slalom
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Die 26-Jährige sollte einer der Stars der Peking-Spiele werden, mehr als eine weitere Goldmedaille, ihre dritte, wurde ihr zugetraut. Doch dann: Aus am siebten Tor im Riesenslalom, Fehler am vierten Tor im Slalom, erneutes Aus beim Olympiasieg ihrer Rivalin Petra Vlhova.
Shiffrin erklärt ihren Fehler
Shiffrin erläuterte: "Ich bin einfach weggerutscht. Ich wollte richtig Gas geben, und es war nicht wirklich eine Stelle im Kurs, um wegzurutschen. Nicht einmal eine kleine. Meiner Erfahrung nach hat mich diese Einstellung zu meinen besten Leistungen gebracht - und heute fliege ich am fünften Tor raus", zweifelte sie an sich.
Die US-Amerikanerin ergänzte: "Es lässt mich die vergangenen 15 Jahre im Skifahren hinterfragen - alles was ich dachte, über mein Skifahren und meine Einstellung zu Rennen zu wissen."
Sie habe "Gas gegeben, vielleicht zu viel", sagte sie, "vielleicht wegen des Drucks, aber da fragt man besser einen Psychologen." Ihre beiden besten Chancen in China: vertan.
Doch die Amerikanerin bewies wie am Montag zumindest abseits der Piste, dass sie ein wahrer Champion ist. Sie kam zum Finale, um ihre Kolleginnen anzufeuern. Und sie ordnete das eigene Scheitern richtig ein. "Ich bin hier nur ein kleiner Tropfen in einem großen Eimer", sagte sie, "es fühlt sich an, als wäre es alles, aber das ist es nicht." Schon gar "nicht das Ende der Welt".
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Slalom-Reaktionen: Shiffrin den Tränen nahe - Holdener auch
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Shiffrin: Nächste Chance im Super-G
Zweimal hintereinander in technischen Disziplinen schied die 26-Jährige nur zu Beginn ihrer Karriere im Dezember 2011 aus. "Das tut weh, aber in 24 Stunden interessiert das keinen mehr. Okay, vielleicht dauert es ein klein bisschen länger", sagte sie. Am Freitag im Super-G hat sie die nächste von noch bis zu vier Chancen, doch sie ist verunsichert. "Ich habe das Gefühl, dass ich vieles in Frage stellen muss."
"Das Aus im Riesenslalom hat an ihrem Selbstbewusstsein geknackst", so Eurosport-Expertin Viktoria Rebensburg. "Das hat sie verunsichert. Sie war komplett aus ihrem Konzept. Es war ähnlich wie im Riesenslalom. Sie ist ziemlich direkt auf die Stange zugefahren, ein bisschen zu weit nach Innen gegangen, und dann war es vorbei."
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"Das gibt's doch nicht!" Dürr fährt am Olympiasieg vorbei
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Ja, das tue alles unfassbar weh, ergänzte Shiffrin schniefend. Doch "so schwer es ist: Das ist nicht das Schlimmste, was ich je erlebt habe", wusste Shiffrin und war mit den Gedanken wohl wieder bei Papa Jeff: "Es ist nicht vergleichbar mit den schlimmsten Dingen."
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