Olympia 2018 - Alpine geben sich trotzig: "Sind keine Null-Medaillen-Nation!"

Am Ende der erfolglosen Reise nach Südkorea war Wolfgang Maier dann doch einmal sehr angetan. "Ich finde den Team-Wettbewerb absolut gelungen", betonte der Chef der deutschen Ski-Rennläufer, daher "kann ich nur unterstützen, dass er olympisch geworden ist." Das war es aber schon fast mit den positiven Eindrücken der Alpinen in Pyeongchang, denn: Auch mit dem Team standen sie nicht auf dem Podium.

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Fotocredit: Eurosport

Erstmals seit 2006 kehren die Ski-Rennläufer ohne Medaillen vom größten Sportfest der Welt zurück. Maier war auch nach dem Team-Wettbewerb, in dem die deutsche Mannschaft im Viertelfinale denkbar knapp am späteren Olympiasieger Schweiz scheiterte, entsprechend bedient:
In besagtem Rennen fehlten Viktoria Rebensburg nach einem Anfängerfehler im ersten Lauf 0,18 Sekunden zu Bronze. Ein bisschen mehr (0,40) waren es im Super-G, als der 28-Jährigen erneut ein vermeidbarer Fehler unterlief.
Und dann war da noch die Abfahrt der Männer, in der Thomas Dreßen Fünfter wurde, mit 0,60 Sekunden Rückstand auf Rang drei - nachdem er nur zwei Tage zuvor in der Kombinationsabfahrt noch die Bestzeit erzielt hatte. Maier stellte sich tapfer vor Rebensburg und lobte Dreßen:

Saisonverlauf stimmte DSV-Asse optimistisch

Die Nullnummer wäre womöglich nicht ganz so niederschmetternd, hätte der Saisonverlauf nicht so optimistisch gestimmt. Rebensburg etwa fuhr nach drei Saisonsiegen als Goldanwärterin nach Pyeongchang. Maier:
Die Aussichten wäre zweifelsohne besser gewesen, hätten sich nicht zwei Leistungsträger schwer verletzt. Felix Neureuther war mit einem Sieg im Slalom und in der Form seines Lebens in die Saison gestartet. Stefan Luitz war drauf und dran, sich als Dauergast auf dem Podium im Riesenslalom zu etablieren. Aber Maier wollte nicht rumjammern:
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