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Olympia 2018 - Alpine geben sich trotzig: "Sind keine Null-Medaillen-Nation!"

Alpine geben sich trotzig: "Sind keine Null-Medaillen-Nation!"
Von SID

24/02/2018 um 12:02Aktualisiert 24/02/2018 um 12:03

Am Ende der erfolglosen Reise nach Südkorea war Wolfgang Maier dann doch einmal sehr angetan. "Ich finde den Team-Wettbewerb absolut gelungen", betonte der Chef der deutschen Ski-Rennläufer, daher "kann ich nur unterstützen, dass er olympisch geworden ist." Das war es aber schon fast mit den positiven Eindrücken der Alpinen in Pyeongchang, denn: Auch mit dem Team standen sie nicht auf dem Podium.

Erstmals seit 2006 kehren die Ski-Rennläufer ohne Medaillen vom größten Sportfest der Welt zurück. Maier war auch nach dem Team-Wettbewerb, in dem die deutsche Mannschaft im Viertelfinale denkbar knapp am späteren Olympiasieger Schweiz scheiterte, entsprechend bedient:

"Das ist nicht lustig. Wir wollten um Medaillen fahren. Jeder wusste, es gibt zwei, drei Events, in denen wir eine Chance haben. Natürlich war der Riesenslalom der Frauen die größte."

In besagtem Rennen fehlten Viktoria Rebensburg nach einem Anfängerfehler im ersten Lauf 0,18 Sekunden zu Bronze. Ein bisschen mehr (0,40) waren es im Super-G, als der 28-Jährigen erneut ein vermeidbarer Fehler unterlief.

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Und dann war da noch die Abfahrt der Männer, in der Thomas Dreßen Fünfter wurde, mit 0,60 Sekunden Rückstand auf Rang drei - nachdem er nur zwei Tage zuvor in der Kombinationsabfahrt noch die Bestzeit erzielt hatte. Maier stellte sich tapfer vor Rebensburg und lobte Dreßen:

"Die Vicky ist die tragischste Figur, weil sie ein paar Hundertstel neben den Medaillen gelegen ist. Was der Thomas gezeigt hat, ist schon eher anerkennens- und lobenswert. Wir haben gesehen, dass wir in einige Perspektiven haben, speziell im Speedbereich.""

Saisonverlauf stimmte DSV-Asse optimistisch

Die Nullnummer wäre womöglich nicht ganz so niederschmetternd, hätte der Saisonverlauf nicht so optimistisch gestimmt. Rebensburg etwa fuhr nach drei Saisonsiegen als Goldanwärterin nach Pyeongchang. Maier:

"Wir sind keine Null-Medaillen-Nation! Wir haben über zehn Podien im Weltcup, drei verschiedene Weltcupsieger bei den Männern, was es in der Historie des DSV nie gegeben hat."

Die Aussichten wäre zweifelsohne besser gewesen, hätten sich nicht zwei Leistungsträger schwer verletzt. Felix Neureuther war mit einem Sieg im Slalom und in der Form seines Lebens in die Saison gestartet. Stefan Luitz war drauf und dran, sich als Dauergast auf dem Podium im Riesenslalom zu etablieren. Aber Maier wollte nicht rumjammern:

"Wir fahren ohne Medaille nach Hause. Aber deswegen muss man nicht die alpine Fraktion zerlegen."

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