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ÖSV-Technikerinnen kontern Kritik von Finanzboss Patrick Ortlieb - Alexandra Meissnitzer fordert Aufarbeitung
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Publiziert 28/12/2022 um 09:49 GMT+1 Uhr
In der Ski-Nation Österreich braut sich etwas zusammen. Da den ÖSV-Technikerinnen nach sieben Rennen lediglich vier Platzierungen innerhalb der Top 10 zu Buche stehen, wird in der Alpenrepublik eifrig Ursachenforschung betrieben. Nun meldeten sich die Athletinnen selbst zu Wort und konterten die jüngste Kritik von ÖSV-Finanzboss Patrick Ortlieb scharf.
Katharina Truppe und Co. sind ratlos
Fotocredit: Getty Images
"Es ist nicht angenehm als Athlet", bemängelte Ramona Siebenhofer die fehlende Rückendeckung seitens des österreichischen Ski-Verbandes. "Er war selbst einmal Athlet, er müsste es eigentlich besser wissen. Er hat auch eine Tochter, die da dabei ist."
Vor Weihnachten hatte Ortlieb mit seiner Kritik am momentan Zustand im ÖSV für Aufsehen gesorgt. "Wir haben uns als Ski-Verband dem Spitzensport verschrieben und nicht dem Schönwettersport. Und schon gar nicht dem Hobbysport", feuerte Ortlieb.
"Man sieht, Geld macht keinen Erfolg. Wir müssen die Athleten wieder gieriger, hungriger und bissiger machen und sie wieder aufeinander loslassen", forderte der Abfahrts-Olympiasieger von 1992.
In den Augen von Katharina Truppe ist die scharfe Kritik jedoch unangebracht. Vielmehr fordert die ÖSV-Läuferin gerade in derart schwierigen Zeiten mehr Unterstützung von den Verantwortlichen - vor allem so kurz vor Beginn der Ski-WM in Courchevel und Meribél (6. bis 19. Februar 2023 live bei Eurosport und discovery+). "Wenn man schon am Boden ist, dann noch einmal ein bisschen nachtreten - also ich weiß nicht", so Truppe. "Am Personal kann ich sowieso nicht viel ändern, ich bin da nur ein kleiner Fisch."
Meissnitzer unterstreicht: "Spitzensport ist keine Blumenwiese"
Auf der Suche nach dem Grund für den bisherigen Totalausfall der österreichischen Edeltechnikerinnen, darf kein Blatt vor den Mund genommen werden, findet hingegen Ex-Weltmeisterin Alexandra Meissnitzer.
"Es braucht jetzt gnadenlose Ehrlichkeit, das müssen sie aushalten. Spitzensport ist kein Dasein auf der Blumenwiese", forderte die Ex-Weltmeisterin.
"Da muss man sich wahrscheinlich einmal das eine oder andere kritische Wort anhören", führte Meissnitzer weiter aus.
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