FIS-Geschäftsführer Urs Lehmann träumt von Weltcups in Argentinien: Ski alpin als "Rockstar" mit viel Potenzial

Der neue Geschäftsführer des Ski-Weltverbands FIS hat große Pläne: Insbesondere im Ski Alpin plant Urs Lehmann Veränderungen. Zukünftig soll es in Saisons ohne Olympia oder WM mehr Weltcups geben - vor allem auf anderen Kontinenten. Von 45 bis 50 Rennen sprach der CEO. Alpin sei der "Rockstar" unter den Wintersport-Disziplinen, den er auf "das nächste Level bringen" wolle.

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Quelle: Eurosport

Erst seit September ist Urs Lehmann Geschäftsführer im Ski-Weltverband. Seine Pläne sind aber schon jetzt riesig. Der 56-Jährige, der von 2008 bis 2025 Präsident des Schweizer Ski-Verbands war, sieht vor allem in den alpinen Disziplinen einiges an Potenzial.
Unter anderem plant Lehmann, mehr Weltcup-Rennen pro Saison anbieten zu können. "Das Ziel sind für die Frauen und Männer jeweils rund 45 bis 50 Saison-Rennen, wenn es keinen Großanlass gibt. In Saisons mit WM oder Olympischen Spielen wären es leicht weniger", sagte der ehemalige Skirennläufer der Schweizer Nachrichtenagentur "Keystone-SDA".
Dabei dürfe es nicht mehr der Anspruch der Athleten sein, an jedem Rennen teilzunehmen. Damit einher geht, dass Lehmann den Kalender verdichten und freie Wochenenden im Winter vermeiden möchte.
Als Beispiel nannte er das "Loch von zwei rennfreien Wochen" nach dem Auftakt in Sölden. Man müsse die Disziplinen besser auf die Saison verteilen und auch über Rennen in anderen Ländern nachdenken. Konkret war von Argentinien die Rede, wo viele Sportler im Sommer trainieren.
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Geschäftsführer und Präsident der FIS: Urs Lehmann (l.) und Johan Eliasch.

Fotocredit: Imago

"Rockstar" Ski Alpin" auf das nächste Level bringen

Wachstumsmöglichkeiten sieht Lehmann "definitiv nicht in Europa", eher in Asien oder den Vereinigten Staaten. Ski Alpin sei der "Rockstar" der FIS, den er "auf das nächste Level bringen" wolle.
Es ergebe keinen Sinn, dass im Ski-Rennsport nur vier Monate gefahren und acht Monate trainiert werde. Das wolle er ausdehnen.
Auf die Frage hin, inwiefern die Athleten selbst in diese Entscheidungen eingebunden werden, fand er im "ORF" folgende Antwort: "Es gibt drei Athletenvertreter im Council, mittlerweile sind die Athleten bis in die höchsten Gremien der FIS vertreten", so Lehmann. "Als ehemaliger Athlet nehme ich auch für mich in Anspruch, dass ich sie vertrete. Wenn wir es schaffen, das Optimum für die Sportler rauszuholen, dann geht es dem Umfeld auch gut. Das muss unser Ziel sein."
Auch Skispringen sei laut Lehmann ein "Top-Produkt", die Vierschanzentournee der Frauen gar ein "Meilenstein". Um all die geplanten Veränderungen angehen zu können, wolle er eng mit dem FIS-Präsidenten Johan Eliasch zusammenarbeiten.
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