Ski-Star Manuel Feller spricht offen über mentale Probleme: "Hätte ich alleine nicht in den Griff bekommen"

Der Winter scheint aktuell noch in weiter Ferne, doch die Ski-Stars bereiten sich schon jetzt auf die neue Weltcup-Saison vor. So auch der Österreicher Manuel Feller, der aktuell am Wörthersee gemeinsam mit Marco Schwarz und Stefan Brennsteiner weilt und dort für die kommenden Aufgaben trainiert. In diesem Rahmen sprach er auch über mentale Probleme, die ihn im letzten Winter weit zurückwarfen.

"Gänsehaut pur": Feller bei Siegerehrung von Emotionen übermannt

Quelle: Eurosport

Schon im Dezember hatte Feller mit seiner Psyche zu kämpfen. In einem Interview mit dem "ORF" ließ der 33-Jährige bereits damals tief blicken. "Es ist einfach ein bisschen schwierig im Moment", ließ Feller damals verlauten und fügte hinzu: "Auf und abseits der Piste."
In einem Interview mit der Boulevard-Zeitung "Krone" wurde er nun erneut dazu befragt und antwortete eher kryptisch: "Eine harte Zeit, ich will nicht genauer darauf eingehen."
Vor allem anhaltende Rückenprobleme machten dem Österreicher zu schaffen. So habe er viel Arbeit in die letzte Saison stecken müssen, damit er überhaupt fahren könne. Belohnt wurde er mit dem Sieg beim prestigeträchtigen Slalom in Kitzbühel.
Im Anschluss daran sprach er von der "schwierigsten Phase in meinem Leben" und dankte mit Tränen in den Augen seiner Frau Selina für die Unterstützung.

Feller arbeitet nach Operation am Comeback

Nach mehreren Bandscheibenvorfällen, einem Leistenbruch und einer Schambeinentzündung zog Feller schließlich im März die Reißleine und ließ sich operieren. Seither arbeitet er am Comeback.
Außerdem, so erklärt es der 33-Jährige im "Krone"-Interview, nahm er professionelle Hilfe in Anspruch, um durch diese mental schwierige Phase zu kommen: "Allein hätte ich das nicht in den Griff bekommen."
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Manuel Feller meldete sich aus dem Krankenbett (Quelle: Instagram / manuel.feller.official)

Fotocredit: Instagram

Die Probleme seien zudem nicht neu, vielmehr hätten sie sich über Jahre aufgebaut und rührten aus seiner Kindheit: "Ich bin mit zehn Jahren ins Internat gekommen, habe mein Leben lang alles mit mir selbst ausgemacht."

Feller dachte über Rücktritt nach: "Mir hat der Spaß gefehlt"

"Ist man dann teilweise mit Situationen überfordert, wird das Loch immer tiefer", fügte Feller hinzu, gab aber einen positiven Ausblick: "Mittlerweile ist alles wieder einigermaßen im Lot."
Auch an einen Rücktritt hatte er bereits während der abgelaufenen Saison gedacht - nun wolle er noch anderthalb bis zwei Jahre weiterfahren.
Allerdings lediglich als Slalom-Spezialist: "Mir hat zuletzt der Spaß am Skifahren gefehlt, so will ich einfach nicht aufhören."
Hoffentlich findet Feller zur neuen Saison zurück zu alter Stärke - und vor allem zur Freude am Skifahren.
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Unglaublich! Feller fährt mit Traumlauf Medaille ein

Quelle: Eurosport


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