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Emma Aicher große Hoffnungsträgerin des DSV vor Saisonbeginn bei Riesenslalom in Sölden: Doch es wird auch zur Geduld gemahnt
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Publiziert 24/10/2025 um 13:45 GMT+2 Uhr
Emma Aicher ist die große deutsche Hoffnungsträgerin vor dem Olympia-Winter. Dass sie als kommende Gesamtweltcupsiegerin gilt, gefällt nicht jedem. DSV-Vorstand Wolfgang Maier mahnt, der 21-Jährigen die nötige Zeit zu geben. Sie habe noch viele Baustellen, an denen es zu arbeiten gelte. Zudem müsse Aicher ihre Art beibehalten und dürfe auf keinen Fall den Spaß am Skifahren verlieren.
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Geht es nach Felix Neureuther, dann könnte Emma Aicher "in ein paar Jahren eine Kandidatin für den Gesamtweltcup" sein. "Wenn alles nach Plan läuft", weiß auch Cheftrainer Andi Puelacher, "kann die Emma in geraumer Zeit durchaus so weit sein, um den Gesamtweltcup mitzufahren."
Kurzum: Aicher, erst 21 Jahre alt, gilt als potenzielle Nachfolgerin von Rosi Mittermaier, von Katja Seizinger oder von Maria Höfl-Riesch - alle haben sie die große Kristallkugel gewonnen.
Noch ist da viel Konjunktiv in den Aussagen - und das kommt Wolfgang Maier gerade recht. Das "Gelabere" über Aicher und den Gesamtweltcup ist dem DSV-Sportvorstand lästig wie ein Tinnitus.
"Ja", weiß auch Maier nur zu gut, als Allrounderin, die alle vier Disziplinen fährt, habe "sie die Voraussetzungen. Aber sie hat noch viele Baustellen." Das sieht auch Neureuther so: "Man muss ihr Zeit geben", mahnt er, aber was Aicher jetzt schon leiste, das sei "erstaunlich". Ist es in der Tat.
Keine Frau der großen Worte
Was keiner abstreitet: Emma Aicher geht als große Hoffnung der Alpinen des Deutschen Skiverbandes (DSV) in den Olympia-Winter, der am Samstag mit dem Riesenslalom der Frauen auf dem Rettenbachgletscher hoch über Sölden beginnt (live bei Eurosport und discovery+).
Ihre zwei Weltcupsiege im vergangenen Winter, je einer in der Abfahrt und im Super-G, waren die beiden einzigen deutschen. Sie hat auch schon eine olympische Silber- und eine bronzene WM-Medaille mit der Mannschaft gewonnen.
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Aicher, geboren und aufgewachsen in Schweden, ist keine Frau der großen Worte. Bei der Saison-Präsentation ihres Ausrüsters in Sölden war nach einer Frage Schluss, beim folgenden Get-together des DSV nach immerhin zwei. "Ich bin halt so, ich rede nicht viel", sagt Aicher.
Dass sich Menschen an dieser Verschlossenheit stören, stört wiederum sie nicht - wie sie vieles ohnehin nicht stört. "Ich bin ziemlich gut darin, ruhig zu bleiben und zu versuchen, meine Arbeit zu erledigen."
Maier: "Ein cleveres Mädel"
Aicher wohnt mittlerweile alleine in Thalgau bei Salzburg, das heißt: Sie ist Selbstversorgerin. Was gut zur Auffassung von Maier passt.
Er sagt: Sportlerinnen und Sportler müssten mehr Eigenverantwortung für sich und ihr Handeln übernehmen, es reiche nicht mehr, einfach nur zu tun, was die Trainer vorgeben. Im Umkehrschluss wünscht er sich, dass die Trainer auf die Bedürfnisse der Aktiven eingehen. Aicher, betont Maier, "ist ein cleveres Mädel. Die weiß schon, was sie tut."
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Wobei, auch Aicher, sagt Maier, "braucht schon Eckpfeiler. So ist es nicht. Weil sonst ist die Emma unterwegs. Dann gibt es Party und was weiß ich was." Das sei jetzt nicht schlimm, "zum harten Arbeiten gehört auch Feiern dazu, aber man muss es richtig einordnen".
Den Spaß nicht verlieren
Das bedeutet für die Trainer: Aicher soll nicht in ein Schema gepresst werden, "ihre Schlampigkeit und ihr Laissez-faire musst du aushalten in dem Sport. Sie soll nur verstehen, wann kann ich über die Stränge schlagen und wann nicht."
Denn eines dürfe Aicher auf gar keinen Fall verlieren, sagt Maier: Den ungebremsten Spaß am Skifahren, ihre Lust, alle vier Disziplinen zu fahren. Womit man doch wieder beim Gesamtweltcup ist. Ist der auch für sie nicht mal ein Ziel? Aichers Antwort: "Jo."
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