Julia Scheib siegt beim Riesenslalom in Sölden, Mikaela Shiffrin meldet sich zurück, Lena Dürr fährt in die Top 15
Update 25/10/2025 um 20:46 GMT+2 Uhr
Julia Scheib hat dem Österreichischen Skiverband einen Saisonauftakt nach Maß beschert und den Riesenslalom vor heimischem Publikum in Sölden gewonnen. Die Österreicherin verwies Paula Moltzan aus den USA mit 0,58 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Tagesdritte wurde die Schweizerin Lara Gut-Behrami (+1,11) vor Mikaela Shiffrin (USA/+0,58), die sich nach schwieriger vergangener Saison zurückmeldete.
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Quelle: Eurosport
Nach ihrem schweren Sturz in Killington Ende 2025 hatte Shiffrin im Riesenslalom zu kämpfen und verpasste sogar die Qualifikation für das Weltcupfinale in dieser Disziplin.
Beste der vier deutschen Starterinnen war vor einer Söldener Rekordkulisse von 15.900 Ski-Fans Lena Dürr, die 2,24 Sekunden hinter Scheib den 14. Platz belegte. Emma Aicher wurde 28. (+4,07).
Die deutschen Frauen verpassten das Ziel, das DSV-Sportvorstand Wolfgang Maier für das Wochenende ausgegeben hatte: ein Platz unter den ersten zehn, einer unter den ersten 20.
"Es war ein guter Start", sagte Dürr. "Es war hier und da noch etwas Luft nach oben, aber es war das erste Rennen. Und es hat trotz der schwierigen Bedingungen wieder sehr viel Spaß gemacht. Ich lebe mein zweites Riesenslalom-Leben, und das macht mir eine Riesenfreude."
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Quelle: Eurosport
Auch Allrounderin Aicher hatte in der schwächsten ihrer vier Disziplinen wie erwartet Probleme im Steilhang, in dem sie jeweils viel Zeit verlor. Von Rang 25 nach dem ersten Lauf fiel sie noch drei Plätze zurück.
"Es war zumindest besser als die letzten Jahre in Sölden", sagte Aicher. "Skifahrerisch kann ich mich vor allem im Steilhang noch verbessern. Aber es ist ganz okay, dass ich ein paar Punkte mitnehme."
Erster ÖSV-Sieg seit 2014
Scheib ist die erste Österreicherin seit Anna Veith 2014, die den Saisonauftakt in Sölden für sich entschied.
"Es fühlt sich unglaublich an", sagte die Siegerin anschließend bei Eurosport. "Als ich das grüne Licht gesehen habe, war ich sehr erleichtert, denn der zweite Lauf hat sich schrecklich angefühlt."
Auch Shiffrin zeigte sich sehr zufrieden. "Wenn ich auf letztes Jahr zurückblicke und als Sechste nicht ganz so glücklich war, bin ich dieses Jahr so überwältigt beim Saisonstart. Es ist etwas Besonderes."
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Quelle: Eurosport
Vorjahressiegerin Brignone fehlt
Nicht am Start war erwartungsgemäß Vorjahressiegerin Federica Brignone aus Italien. Die große Dominatorin der vergangenen Saison, in der sie neben WM-Gold im Riesenslalom auch den Gesamt-, den Abfahrts- und den Riesenslalom-Weltcup gewonnen hatte, kämpft um ihr Comeback.
Bei einem Sturz bei den italienischen Meisterschaften im April hatte sie unter anderem einen Kreuzbandriss und einen Wadenbeinbruch erlitten.
Am Sonntag (10:00 und 13:00 Uhr live bei Eurosport und discovery+) starten die Männer in die Saison. Nächster Weltcup-Stopp ist am 16. und 17. November das finnische Levi mit je einem Slalom für Frauen und Männer.
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