Lara Gut-Behrami gesteht nach Triumph im Super-G von Sun Valley innere Leere: "Habe mich ganz alleine gefühlt"
Update 24/03/2025 um 11:03 GMT+1 Uhr
Lara Gut-Behrami hat nach ihrem Triumph im Super-G in Sun Valley und dem Gewinn der kleinen Kristallkugel gestanden, dass sie auf eine schwierige Saison zurückblickt. "Das Skifahren war schon da. Aber im Kopf war ich leer. Das hatte nichts mit der Motivation zu tun, sondern mit der Freude am Skifahren", so die Schweizerin im Eurosport-Interview und nannte die Gründe für die Missstimmung.
Gut-Behrami: "Freude am Skifahren ist zurück"
Quelle: Eurosport
Ende der vergangenen Saison musste Lara Gut-Behrami den Wechsel ihres Konditionstrainers Alejo Hervas in das Team von Marco Odermatt tatenlos hinnehmen. Hinsichtlich dieses brisanten Themas sei sie "sehr sensibel", gab die Eidgenossin zu und fügte an: "Es hat mich verletzt."
Es gab eine Abmachung zwischen der Rennläuferin und ihrem Coach. Demnach würde Hervas Gut-Behrami bis zu ihrem Karriereende begleiten. Dies bestätigte der Trainer persönlich in einem Interview mit der Schweizer Tageszeitung "Blick". Hervas hat die Vereinbarung gebrochen.
Deshalb habe die Olympiasiegerin trotz ihres Triumphes im Gesamtweltcup beim Finale der Saison 2023/2024 in Saalbach-Hinterglemm den vergangenen Winter traurig beendet. "Es war so schade letztes Jahr. Ich kam nicht darüber weg. Ich war einfach nur traurig und wollte verschwinden, weit weg. Das ist schwierig zu verdauen. Es ist ein miserables Gefühl, wenn man alles gewinnt und sich trotzdem so einsam fühlt", erklärte die 33-Jährige im Gespräch mit Eurosport-Expertin Viktoria Rebensburg.
Sie habe lange daran zu knabbern gehabt und den Großteil der aktuellen Saison die Freude am Skifahren gesucht: "Ich wusste, es würde Zeit brauchen. Dass es so lange dauert, hätte ich nicht gedacht."
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Husarenritt! Gut-Behrami mit Fabelzeit zur kleinen Kugel
Quelle: Eurosport
"Ich war in Sölden und hatte keine Lust. Ich dachte, wenn ich wieder Rennen gewinne und mich so schlecht fühle, warum tue ich mir das an. Das ist die ganze Saison bei mir im Kopf hinterhergelaufen", führte Gut-Behrami aus.
Sieg in Sun Valley "mit Freude"
Dieser Zustand habe sich erst zum Saisonfinale in den Vereinigten Staaten geändert. "Ich bin wieder mit Freude gefahren. Das ist das, was mir den ganzen Winter gefehlt hat", sagte sie über ihre herausragende Fahrt zum Sieg in Sun Valley mit einem sagenhaften Vorsprung von 1,29 Sekunden auf die Zweitplatzierte Lindsey Vonn (USA).
Gut-Behrami kann wieder lachen. Verantwortlich für ihren Gemütswandel sei vor allem die Unterstützung ihres privaten Umfeldes, das ihr in den vergangenen Monaten zur Seite gestanden habe: "Ich dachte mir, ich muss langsam damit aufhören, mich über die Situation zu beklagen. Schließlich habe ich nur noch zwölf Monate Zeit. Ich habe eine wunderbare Familie und es wäre auch nicht richtig, uns die Möglichkeit zu nehmen, Erfolge wie diese zu genießen und sich stattdessen mit der Vergangenheit zu nerven."
Ihr Vater habe ihr vor kurzem gesagt, sie habe sich ab und an wie ein "Corvo incazzato" verhalten, auf Deutsch, eine wütende Krähe, sagte sie gegenüber RSI mit einem Lächeln. Nun kehrt sie zurück zu ihrem sonnigen Gemüt. Schließlich steht Gut-Behrami ihr Spitzname "Sunshine" wesentlich besser zu Gesicht.
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Highlights: Vonn kehrt nach sieben Jahren aufs Podium zurück
Quelle: Eurosport
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