Tremblant: Federica Brignone siegt im Blindflug durch Schnee und Wind - Petra Vlhova fällt weit zurück

Bei starkem Wind, dichtem Schneefall und denkbar schlechten Sichtbedingungen hat sich Federica Brignone im Riesenslalom beim Weltcup in Tremblant (Kanada) zur Siegerin gekrönt. Die Italienerin ging als Sechste in die Entscheidung, schob sich aber aufgrund der schwierigen Bedingungen bis an die Spitze. Lara Gut-Behrami (2./+0,33 Sekunden) und Mikaela Shiffrin (3./+0,39) komplettierten das Podium.

Wilder geht's nicht: Brignone rast im Wetter-Chaos zum Sieg

Quelle: Eurosport

Die Halbzeitführende Petra Vlhova fiel auf den fünften Rang zurück (+0,67).
Brignone hatte bereits am Samstag in Kanada triumphiert und krönte sich zur ältesten Siegerin eines Riesenslaloms. Einen Tag später hat sie diesen Rekord mit ihrem 23. Weltcupsieg ausgebaut.
Im Mittelpunkt standen am Sonntagabend die sich stark verschlechternden Bedingungen. Die Französin Clara Direz hatte im Vergleich zu den zwölf Athletinnen, welche in der Entscheidung nach ihr folgten, ordentlich Glück. "Natürlich fährt Direz super", erklärte Eurosport-Expertin Martina Lechner in der Live-Übertragung. "Aber ob das noch bei diesen Bedingungen machbar ist?", warf sie in den Raum.
Direz ging als 13. in den zweiten Durchgang, machte einen satten Sprung nach vorne und jubelte letzten Endes über Platz vier (+0,45).

Brignone trotzt Wind und Wetter

Wenig später bewies Brignone, dass man trotz Schneefall und starkem Wind noch eine Bestzeit in die Piste zaubern konnte. Jede darauffolgende Kontrahentin biss sich an der 33-Jährigen die Zähne aus.
"Nach meinem Fehler im ersten Durchgang habe ich mir gedacht: 'Alles oder Nichts'", sagte Brignone anschließend im Siegerinterview. "Wir haben schon oft mit derart schlechten Bedingungen trainiert", führte sie weiter aus. "Mein Bruder meinte sogar zu mir: 'Okay, wir sind bereit. Wir haben schon mal so trainiert. Gib einfach alles.'"
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Grenzwertige Bedingungen: Vlhova wird durchgereicht

Quelle: Eurosport

Laut Brignone seit es mit fortlaufender Zeit immer schwieriger geworden, mit den Verhältnissen zurechtzukommen. "Ich habe alles in die Waagschale geworfen und Vollgas gegeben. Ich bin so glücklich", so Brignone, die in der Disziplinwertung jetzt nur noch fünf Punkte hinter Spitzenreiterin Gut-Behrami lauert.
Emma Aicher fuhr indes einen Achtungserfolg ein. Die 20-jährige Deutsche ging mit Startnummer 51 ins Rennen und kämpfte sich in der Entscheidung auf einen starken 16. Platz.
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Wie auf Schienen: Brignone trotzt schlechter Sicht

Quelle: Eurosport

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