Weltcup Val di Fassa: Emma Aicher verpasst Sieg in Abfahrt um eine Hundertstel - DSV-Star rückt Kristallkugel näher
Update 06/03/2026 um 16:44 GMT+1 Uhr
Emma Aicher hat den Sieg in der Abfahrt beim Weltcup im Val di Fassa denkbar knapp verpasst. Am Freitag musste sich die 22-jährige Allrounderin der italienischen Premierensiegerin Laura Pirovano um eine Hundertstelsekunde geschlagen geben. Im Rennen um die kleine Kristallkugel legte Aicher aber vor: Dank des achten Podestplatzes in der laufenden Saison fehlen ihr nur noch 14 Punkte auf Platz eins.
Highlight: Wimpernschlag entscheidet Abfahrtsthriller um Aicher
Quelle: Eurosport
Das Podium im Val di Fassa komplettierte Johnson (+0,29 Sekunden), die wiederum Kira Weidle-Winkelmann um drei Hundertstelsekunden vom Treppchen verdrängte. Es war ein denkbar knappes Rennen: Insgesamt platzierten sich acht Fahrerinnen innerhalb von 0,49 Sekunden.
Fabiana Dorigo, die dritte Deutsche im Bunde, verpasste mit einem Rückstand von 2,47 Sekunden indes klar die Punkte (46.).
In der Abfahrtswertung liegt weiterhin Lindsey Vonn (400 Punkte) in Front, die aber aufgrund ihrer schweren Verletzung, welche sie sich bei den Olympischen Spielen zugezogen hatte, nicht mehr in das Geschehen eingreifen kann. So hat Aicher (386) aktuell die besten Karten, die erste Kristallkugel ihrer noch jungen Karriere zu gewinnen.
Pirovano stieg mit 50 Punkten Rückstand auf Aicher zu deren schärfsten Verfolgerin auf, dahinter lauern Kira Weidle-Winkelmann (4./306) Olympiasiegerin Breezy Johnson (5./283) und Cornelia Hütter (6./264) mit theoretischen Chancen.
Aicher verpasst Sieg in der Abfahrt nur knapp
"Ahhh", stöhnte Aicher im Ziel, als sie ihren winzigen Rückstand von umgerechnet 0,28 cm nach 2274 m Streckenlänge auf der Anzeigetafel erblickte.
"Es hat sich definitiv besser angefühlt als in den Trainings", resümierte Aicher im Interview mit Eurosport. "Ich konnte etwas mehr pushen und hab die schnellere Linie erwischt. Ich bin sehr zufrieden. Laura hat es sich sehr verdient, aber ich hoffe, dass ich morgen etwas schneller bin als sie."
Für Pirovano ist es in ihrem 125. Weltcup-Rennen übrigens nicht nur der erste Sieg gewesen, sondern auch der erste Podestplatz. Bislang waren der 28-jährigen Trentinerin nur vier vierte Plätze vergönnt gewesen.
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Premierensieg in der Heimat: Pirovano zündet unten den Turbo
Quelle: Eurosport
Aicher im Gesamtweltcup jetzt Zweite
Die Azzurra musste sich am Eurosport-Mikrofon daher erst einmal sortieren. "Ich kann meine Gefühle gerade gar nicht einordnen, da kommt so viel zusammen", so die glückliche Siegerin. "Ich bin einfach nur glücklich. Es war nicht einfach, aber ich habe mich immer auf mich selbst fokussiert und 100 Prozent gegeben."
Im Abfahrts-Weltcup stehen noch zwei Rennen auf dem Programm. Am Samstag geht im Fassatal der vorletzte Wettkampf in der Königsdisziplin über die Bühne (ab 10:45 Uhr im Liveticker), zum Showdown kommt es schließlich beim Weltcup-Finale in Kvitfjell am 21. März (jeweils live im Stream bei HBO Max).
Im Gesamtweltcup schob sich Aicher auf Rang zwei vor, ihr Rückstand auf Ski-Königin Mikaela Shiffrin beträgt noch 139 Zähler. Noch acht Rennen sind in diesem Winter zu fahren.
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Eine Hundertstel! Aicher schrammt an Bestzeit vorbei
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