Eurosport
Dopingsperre für Olympiasiegerin Victoria Carl verkündet: WM-Start 2027 in Falun für Top-Langläuferin des DSV möglich
Von
Update 02/04/2026 um 13:32 GMT+2 Uhr
Skilanglauf-Olympiasiegerin Victoria Carl ist nach ihrem positiven Dopingtest nun für 18 Monate gesperrt worden. Diese Entscheidung des unabhängigen Deutschen Sportschiedsgerichtes (DIS) teilte die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) mit. Da Carl seit dem 26. Mai 2025 vorläufig suspendiert war und die Zeit angerechnet wird, endet die Sperre am 25. November. Damit wäre ein WM-Start 2027 möglich.
Olympiasiegerin Carl nach positivem Dopingtest: "Geht mir sehr schlecht"
Quelle: Eurosport
Die 30-Jährige, die wegen der Sperre bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo und Mailand zusehen musste, könnte somit noch rechtzeitig in die WM-Saison 2026/27 einsteigen und bei den Titelkämpfen im schwedischen Falun starten. Alle Wettkampfergebnisse, die Carl vom 26. März 2025 bis zum 26. Mai 2025 erzielt hatte, wurden "einschließlich der Aberkennung von Medaillen, Punkten und Preisen" annulliert.
Im Extremfall hätte Carl eine vierjährige Sperre drohen können.
"Wir nehmen den Schiedsspruch zur Kenntnis und bewerten ihn als nachvollziehbar und insgesamt ausgewogen. Positiv ist insbesondere die Feststellung eines nicht signifikanten Verschuldens und die damit verbundene Reduzierung der Sperre", teilte Stefan Schwarzbach, Vorstand des Deutschen Skiverbandes (DSV), auf "SID"-Anfrage mit. Damit verbinde sich "die Hoffnung, dass eine Rückkehr in den internationalen Wettkampfbetrieb zur kommenden Wintersaison möglich ist. Entsprechend werden wir den weiteren Verlauf weiterhin eng und verantwortungsvoll begleiten und mit der Athletin abstimmen."
Carl-Urteil noch nicht rechtskräftig
"Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig", hieß es in der Mitteilung der NADA. Sowohl Carl als auch die NADA, die Weltverbände FIS und CISM (Internationaler Militärsportverband) sowie die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) "haben die Möglichkeit, Rechtsbehelf beim internationalen Sportgericht (CAS) einzulegen".
Carl war am Ende der Saison 2024/25, die sie auf Platz zwei des Gesamtweltcups abgeschlossen hatte, bei einer Probe im Rahmen der Militär-WM positiv auf den Wirkstoff Clenbuterol getestet worden. Wie Carl und der Deutsche Skiverband anführten, sei der Wirkstoff in einem Hustensaft enthalten gewesen, welcher der Athletin von einem Truppenarzt verabreicht worden war. Carl habe dem Arzt vertraut, es habe daher keine Täuschungsabsicht gegeben.
Carl hatte bei Olympia 2022 in Peking Gold im Teamsprint mit Katharina Hennig (heute Hennig Dotzler) gewonnen. Mit der Staffel holte sie Silber.
Das könnte Dich auch interessieren: "Megahart": Behle kritisiert Umgang mit Carl in Dopingfall massiv
(SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2022/02/16/3319293-67866128-2560-1440.jpg)
Sensationelles Finish! Carl stürmt zu Gold im Teamsprint
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung