Langlauf-Skandal in Russland: Dreifacher Olympiasieger Alexander Bolshunov rastet aus und verletzt Konkurrent
VonNiklas Bien
Update 01/12/2025 um 12:29 GMT+1 Uhr
Der dreimalige Langlauf-Olympiasieger Alexander Bolshunov hat beim russischen Saison-Auftakt für einen handfesten Skandal gesorgt. Nach dem Sprint-Halbfinale ging Bolshunov seinen Konkurrenten Alexander Bakurov so hart an, dass dieser für mehrere Wochen verletzt ausfallen wird. Auslöser war eine Kollision. Das Strafmaß für Bolshunov steht bereits fest - und fällt vergleichsweise milde aus.
Unwiderstehlicher Antritt: Bolshunov fliegt zum dritten Gold in Peking
Quelle: Eurosport
Bevor es auf der ersten Etappe des Russland-Cups zum eigentlichen Skandal kam, gerieten Bolshunov und Bakurov auf der Strecke folgenschwer aneinander. Bolshunov stürzte, Bakurov brach der Stock. Beide verpassten in der Folge das Finale.
Kurz darauf wurde es unschön: Bakurov lehnte erschöpft an der Bande, Bolshunov kam von hinten auf ihn zu und stieß seine Schulter so hart in den Rücken seines Konkurrenten, dass dieser durch die Bande flog.
Ein Gewaltausbruch, der Bakurov im Anschluss verständlicherweise auf die Palme brachte. "Ich erwarte keine Entschuldigung. Wenn sie eine wollen, ok. Aber eine Entschuldigung wird die Sache nicht ändern. Das muss definitiv aufhören. So ein Verhalten ist inakzeptabel", betonte der Langläufer gegenüber "Match TV".
Wegen Schmerzen im Ellenbogen werde er nun sogar vorerst pausieren müssen, so Bakurov. Eine offizielle Beschwerde wolle er aber nicht einlegen.
Bolshunov kommt mit Mini-Strafe davon
Übeltäter Bolshunov hatte nach dem Vorfall derweil eine recht stumpfe Erklärung auf Lager: "Mir gefiel Bakurovs Verhalten nicht", sagte der 28-Jährige, der in Peking 2022 Gold im 30 Kilometer Skiathlon, über 50 Kilometer Freistil und über 4 x 10 Kilometer gewonnen hatte.
Die Sperre von "fünf Rennen", die Bolshunov im Interview befürchtete, gab es indes nicht. Trotz der Verletzung seines Konkurrenten ist der Weltklasse-Langläufer nur für ein Rennen gesperrt worden.
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Quelle: Eurosport
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