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Johannes Hoesflot Klaebo kritisiert norwegischen Skiverband - Langlauf Chef Bjervig hofft auf baldige Einigung
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Publiziert 07/10/2023 um 10:08 GMT+2 Uhr
Sieben Wochen vor dem Weltcup-Auftakt in Ruka hat Superstar Johannes Hoesflot Klaebo immer noch keinen Vertrag mit der norwegischen Nationalmannschaft unterschrieben. "Wir sind im Gespräch und hoffen, dass wir bald die letzten Details klären können", sagte Teammanager Espen Bjervig gegenüber dem norwegischen TV-Sender "NRK". "Wir wollen alle, dass Johannes in Ruka an den Start geht."
Zu stark für die Konkurrenz! Klaebo im Sprint eine Klasse für sich
Quelle: Eurosport
Teammanager Bjervig glaubt an eine baldige Einigung mit dem Langlauf-Star: "Wir haben einen guten Dialog und ich denke, wir sind auf einem guten Weg". Auch Klaebos Teamkollegen wünschen sich eine zeitnahe Beilegung des Konfliktes. "Das ist eine Form von Energieverlust, die für niemanden konstruktiv ist", mahnte Pal Golberg diese Woche gegenüber dem "NRK".
Es sei in gemeinsamem Interesse, den Konflikt zwischen Klaebo und dem norwegischen Skiverband noch vor dem internen Saisonstart Mitte November in Beitostølen beizulegen, so Golberg. "Alle wollen Johannes am Start haben und ich kann mir nicht vorstellen, dass Johannes etwas anderes will."
Klaebo hatte das norwegische Nationalteam Ende April verlassen, nachdem sich beide Parteien auf keinen neuen Vertrag einigen konnten. Der norwegische Skiverband hatte den Kader nach Rückzug des Millionen-Sponsors und langjährigen Unterstützers "Norengros" im Frühjahr drastisch reduzieren müssen. Der Etat für das Nationalteam wurde gekürzt und Athleten aus dem Team geworfen.
Im Podcast "Faster Skier" übte Klaebo zuletzt harsche Kritik am Vorgehen des norwegischen Skiverbandes: "Ich bin der Meinung, dass man die Menschen gut behandeln muss. Wenn man das tun will, muss man offen sein und von ganzem Herzen Werte haben." Er glaube nicht, dass der Skiverband diese Werte im Moment vertrete.
Klaebo kritisiert Skiverband scharf
Der Rausschmiss seiner beiden Teamkollegen Didrik Tønseth und Sindre Bjørnestad Skar, welche trotz Weltcup-Podien nach der vergangenen Saison keinen Platz mehr in der Nationalmannschaft erhielten, sei nicht in Ordnung gewesen, so Klaebo.
"Sie balancieren auf einer Linie, treffen sehr kurzfristige Entscheidungen, ohne an die Athleten zu denken. Ich habe das Gefühl, dass die Athleten sehr weit hinter der Linie stehen, was ich für falsch halte", erklärte der Trondheimer.
Der Sprint-Weltmeister betonte, dass es sich bei der Auseinandersetzung mit dem Verband nicht um finanzielle Differenzen handle, sondern um den Umgang des Verbandes mit den Athleten.
Während die norwegische Sprintnationalmannschaft derzeit in Lillehammer trainiert, kehrte Klaebo Ende September aus einem Höhentrainingslager im amerikanischen Park City zurück. Da der 26-Jährige nach wie vor keine Vertretungsvereinbarung unterschrieben hat, bleibt abzuwarten, ob Klaebo beim Saisonauftakt am 24. November im finnischen Ruka überhaupt am Start stehen darf.
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