Russlands Ex-Trainer Markus Cramer findet Ausschluss seiner einstigen Schützlinge von Wettbewerben als "richtig"

Russlands ehemaliger Skilanglauf-Nationaltrainer Markus Cramer hält den Ausschluss seiner einstigen Schützlinge von internationalen Wettkämpfen für richtig, hofft aber auf eine Rückkehr zumindest bei den Olympischen Spielen. Die aktuelle Sperre sei angesichts des Krieges in der Ukraine "sicher richtig", sagte der Coach aus dem Sauserland dem "Münchner Merkur".

Russlands ehemaliger Skilanglauftrainer Markus Cramer

Fotocredit: Getty Images

Cramer betonte aber weiter: "Ich würde mich aber freuen, wenn sich ein Weg findet, sie zumindest bei Olympia wieder einzubinden."
Wirklich glauben will Cramer daran im Moment aber nicht. Denn "klar ist, dass dafür erst einmal dieser völlig sinnlose Krieg beendet sein muss". Das sähen auch viele Sportler so, selbst wenn diese bei Propaganda-Veranstaltungen auftauchten. "Dahinter steht von denen keiner", so Cramer.
Im Bereich des Internationalen Ski-Verbandes FIS dürfen Sportlerinnen und Sportler aus Russland und Belarus aktuell nicht an Wettkämpfen teilnehmen - anders als etwa im Tennis.
Er könne "die unterschiedliche Behandlung der Sportarten nicht nachvollziehen", sagte Cramer, der bis zum Kriegsbeginn sieben Jahre lang erfolgreich in Russland gearbeitet hatte und inzwischen für Italien tätig ist.
Gerade im Langlauf macht sich das Fehlen der Russen stark bemerkbar. Natalja Neprjajewa etwa gewann im vergangenen Winter den Gesamtweltcup und die Tour de Ski, bei den Männern wurde Alexander Bolschunow jeweils Zweiter.
(SID)
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Quelle: Eurosport

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