Olympia 2026 - Skilanglauf - Eurosport-Experte analysiert Teamsprint-Bronze für Deutschland: "Cleverer aufgestellt"

Die Bronze-Medaille des deutschen Teamsprint-Duos Laura Gimmler und Coletta Rydzek ist laut Eurosport-Experte und Ex-Bundestrainer Jochen Behle der Lohn für eine clevere Aufstellung und auch der in diesem Jahr bei Olympia für diese Disziplin gelaufenen Technik. Denn mit Gimmler/Rydzek habe die deutsche Mannschaft ein für die Entscheidung im Skatingstil bestens geeignetes Duo aufbieten können.

Behle erklärt Teamsprint-Bronze: "Deutschland hat cleverer aufgestellt"

Quelle: Eurosport

Vor vier Jahren in China gewann das deutsche Teamsprint-Duo Katharina Hennig und Victoria Carl Olympisches Gold. Damals wurde der Teamsprint im klassischen Stil ausgetragen.
Nun auf den Loipen von Tesero im Val di Fiemme war der freie Stil an der Reihe - und das passte perfekt zu den beim DSV verfügbaren Athletinnen, analysierte Behle im Eurosport-Studio.
"Das war von vorneherein die beste deutsche Medaillenchance", meinte die Langlauf-Legende. "Das Finale mit der langen Abfahrt und hohen Geschwindigkeit zum Schluss - Coletta Rydzek steht hervorragend auf dem Ski, das lag ihr!"
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Highlights: Gimmler und Rydzek erkämpfen Bronze im Teamsprint

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Behle sieht Fehler bei Nominierung von USA und Finnland

Deshalb sah Behle in der Aufstellung von Rydzek und Gimmler - und vor allem auch mit Gimmler als Startläuferin und Rydzek als Frau für den Schlussspurt - einen cleveren Zug. Vor allem im Vergleich mit der Konkurrenz habe man da den Unterschied gemacht, erklärte der 65-Jährige.
"Als ehemaliger Trainer mache ich mir immer Gedanken, wie ich aufstellen würde. Und ich hätte zum Beispiel bei Finnland Kahara nicht aufgestellt, sondern Niskanen - und die wiederum als Startläuferin, sodass Joensuu den Schluss laufen kann. Dann wären sie ganz vorne dabei gewesen", meinte Behle und führte weiter aus:
"Ich glaube das deutsche Team hat vor allem davon profitiert, dass die Amerikanerinnen falsch aufgestellt haben – nämlich nicht Diggins auf die Schlussstrecke, sondern Kern, die nicht stark genug ist für diesen Schlusssprint. Das war ein Vorteil für Deutschland und die Schweiz."
Rydzek sei, nachdem Gimmler in der fünften der sechs Runden den Anschluss zu den Besten halten konnte, in einer idealen Ausgangslage gewesen. "Sie ist mit die Stärkste im Finale, weil auch Joensuu für die Finnen nicht auf der Schlussstrecke gelaufen ist", betonte Behle noch einmal.
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Gimmler huldigt Rydzek: "So krass, was Du da gemacht hast!"

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Nachdem der Teamsprint der Frauen die größte Medaillenchance für den DSV bei diesen Winterspielen war und mit Bronze auch glücklich zu Ende gegangen ist, sieht Behle für die beiden noch ausstehenden 50-Kilometer-Rennen am Schlusswochenende kaum Hoffnung: "Da ist nichts zu erwarten", meinte er, freut sich aber auf einen Olympiarekord, denn:
"Ich weiß nicht, wer Kläbo schlagen soll", so Behle. "Wenn er auf die letzten zwei Kilometer kommt, dann sowieso. Das wird für ihn wahrscheinlich die sechste Gold-Medaille bei diesen Spielen!" Damit wäre der Norweger Johannes Hösflot Kläbo alleiniger Rekordhalter.
Bisher haben nur er und der US-amerikanische Eisschnellläufer Eric Heiden bei einer Austragung der Winterspiele fünf Mal Gold gewonnen - Heiden gelang das 1980 in Lake Placid.
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"Schau was da abfällt": Gimmler/Rydzek bekommen ihr Bronze

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