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Katharina Hennig überwindet "höllische Schmerzen" und macht ihr Wintermärchen wahr
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Publiziert 08/01/2023 um 16:20 GMT+1 Uhr
Katharina Hennig ertrug noch einmal "höllische Schmerzen", doch die Schinderei zum Ende eines traumhaften Wochenendes nahm sie gerne in Kauf: Mit dem ersten deutschen Weltcupsieg seit 2009 und Rang fünf in der Gesamtwertung der Tour de Ski erlebte die Sächsin in Val di Fiemme ihr persönliches Wintermärchen. "Ich bin überglücklich. Das hätte ich nicht zu Träumen gewagt", sagte die Olympiasiegerin.
Unwiderstehlicher Zielsprint: Hennig feiert historischen Sieg
Quelle: Eurosport
Entkräftet von einem historischen Tag reichte es für Hennig am Sonntag beim knüppelharten "Final Climb" auf die Alpe Cermis zwar nur noch zu Platz 19.
Doch das war Nebensache: Gesamtrang fünf bedeutete das beste Ergebnis einer deutschen Langläuferin bei dem mehrtägigen Klassiker, überstrahlt wurde das Abschneiden aber von ihrem furiosen Triumph über 15 Kilometer am Samstag.
"Endlich! Ich bin glückselig, dass es geklappt hat", sagte Hennig nach dem ersten Weltcupsieg ihrer Karriere, der eine fast 14 Jahre dauernde Durststrecke beendete.
Seit dem Triumph von Claudia Nystad im März 2009 in Falun hatte keine deutsche Langläuferin mehr für einen Einzelsieg gesorgt.
Bundestrainer jubelt: "Deutsche Langlauf-Geschichte"
"Das geht in die deutsche Langlauf-Geschichte ein", sagte auch Bundestrainer Peter Schlickenrieder. Hennig bestimmte ihr "Lieblingsrennen" im klassischen Stil von Beginn an, auf der Zielgeraden ließ sie dann scheinbar mühelos die neue Tour-Siegerin Frida Karlsson (Schweden) und die Olympia-Zweite Kerttu Niskanen (Finnland) stehen.
"Was Katharina heute gezeigt hat, war schon einmalig", sagte Schlickenrieder. Hennig hatte zu Beginn des Winters mit zwei Podestplätzen schon angedeutet, dass der erste Sieg nur noch eine Frage der Zeit ist.
Nun platzte der Knoten, und von den Großeltern über die Geschwister bis hin zu den Nachbarn waren alle dabei. "Ich bin sprachlos und glücklich, besonders, weil meine Familie und mein Freund an der Strecke waren und das zu einem ganz besonderen Tag gemacht haben", sagte sie.
Hennig quält sich zur Alpe Cermis hinauf
Am Sonntag musste Hennig, die geschwächt von einer Erkältung in die Tour gegangen war, dann den vergangenen Tagen Tribut zollen.
Die Olympia-Zweite mit der Staffel quälte sich die 400 Höhenmeter mit einer Steigung von bis zu 28 Prozent hinauf, fiel dabei aber immer weiter zurück. "Das ist ein brutal harter Wettkampf. Es werden höllische Schmerzen", hatte Hennig schon vor dem Start gesagt.
Wenn am Ende aber ein derartiger Erfolg herauskommt, sind diese auch schnell wieder vergessen.
(SID)
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(SID)
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Auf der Zielgeraden geschlagen: Hennig sprintet zu Platz vier
Quelle: Eurosport
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