Nordische Ski-WM 2023: Bruna Moura sorgt für emotionale Geschichte - Comeback nach schwerem Autounfall

Langläuferin Bruna Moura sorgt bei der Nordischen Ski-WM in Planica für eine der emotionalsten Geschichten. Die Brasilianerin nimmt rund ein Jahr nach ihrem schweren Autounfall auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Peking erstmals wieder an internationalen Wettkämpfen teil. Im Eurosport-Interview spricht Moura über den Schicksalsschlag im Vorjahr und ihren Kampf zurück in die Loipe.

Bewegende Geschichte: Ein Jahr nach Autounfall bei WM am Start

Quelle: Eurosport

Der große Traum von Olympia trieb Bruna Moura schon immer an. "Ich wollte eine Olympionikin sein. Das ist das Größte für jeden Athleten. Es ist egal, ob man Erste oder Letzte wird - du bist eine Olympionikin, du hast es geschafft", erzählte die Brasilianerin gegenüber Eurosport.
Vor einem Jahr hätte dieser Wunsch in Erfüllung gehen sollen, doch Moura war kurz vor Beginn der Spiele in Peking in einen schweren Autounfall verwickelt. Die heute 28-Jährige überlebte nur knapp.
Moura berichtete: "Mein Freund hatte mir einen Van gebucht, der mich zum Flughafen bringen sollte. So konnte ich hinten sitzen, weiter entfernt vom Fahrer. Ich war müde, habe mein Handy zur Seite gelegt und versucht zu schlafen."
Dann sei sie aufgewacht "mit vielen Leuten um mich herum. Die Tür an der Seite war weg. Vor mir war alles zerstört."

Mouras Rückkehr zum Langlauf war schwer

Mit einem Helikopter wurde die Langlauf-Exotin nach Bozen ins Krankenhaus geflogen. "Ich hatte dort zwei OPs, eine am Bein, eine am Arm. Aber das war alles nicht so schlimm wie für die Familie des Fahrers. Das bleibt mir immer im Gedächtnis - es ist egal, dass ich Olympia verpasst habe, dass das mein Traum war", meinte Moura: "Ich trauere viel mehr um das Leben, das an diesem Tag ausgelöscht wurde."
Der Weg zurück war schwer. Nur langsam lernte sie wieder zu laufen. Ihren Traum gab Moura aber nicht auf. "Vom ersten Tag an war mein Ziel, mich für 2026 (Olympia in Cortina, Anm. d. Red.) zu qualifizieren. Ich habe hart gearbeitet, alles gegeben. Ich habe jede Übung durchgezogen, die ich machen sollte. Es hat fast elf Monate gedauert."
Vor wenigen Tagen stand die 28-Jährige schließlich in Planica in der Sprint-Qualifikation am Start.

Emotionales Comeback in Planica

"Ich fühlte die Tränen in mir aufsteigen - wirklich, bin ich zurück? Das ist so cool. Ich genieße es einfach hier, ich bin so happy, Teil dieser WM zu sein", meinte Moura, die sich tatsächlich für den Hauptlauf qualifizierte (76. Platz) und im Anschluss auch noch ungeplant im Teamsprint (24.) und über die 10 km (78.) in die Loipe ging.
Auch ihr Olympia-Traum lebt weiter. "Ich bin ehrlich zu hundert Prozent überzeugt, dass ich in Cortina bei den Spielen dabei sein werde. Ich glaube fest daran, dass ich mich wieder qualifizieren werde. Es gab Momente, in denen ich Zweifel hatte. Aber so viele Leute haben an mich geglaubt, da konnte ich gar nicht aufgeben", erklärte Moura: "Wenn man nicht aufgibt, kann man alles schaffen und seine Träume verwirklichen. Man muss nur dafür kämpfen."
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Quelle: Eurosport

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