Nordische Ski-WM - Langlauf: Vierfach-Sieg für Norwegen im Skiathlon - Moch starker Siebter

Youngster Friedrich Moch hat als Siebter im Skiathlon über 30 Kilometer für das erste WM-Highlight der deutschen Langläufer gesorgt. Während Norwegen mit Simen Hegstad Krüger an der Spitze einen Vierfachsieg feierte, verbuchte Moch im slowenischen Planica das beste deutsche WM-Ergebnis im Skiathlon seit 14 Jahren. Johannes Hösflot Kläbo gewann mit Silber seine zweite Medaille.

Nordische Ski-WM 2023 in Planica: Friedrich Moch (Mitte) wird Siebter im Skiathlon

Fotocredit: Imago

Friedrich Moch atmete schwer, dann aber setzte der beste Nicht-Skandinavier des Tages ein breites Lächeln auf. "Das war ein sehr guter WM-Start. Genau so, wie ich es mir erhofft habe", sagte der 22-Jährige nach seinem starken siebten Platz im Skiathlon. 30 Kilometer lang hatte der Youngster um jeden Meter gekämpft, am Ende belohnte er sich bei einem norwegischen Vierfachsieg mit dem besten deutschen WM-Ergebnis seit 14 Jahren.
"Ich bin hochzufrieden", sagte Moch, der Platz acht als Ziel ausgegeben hatte, bei Eurosport: "Nach dem Wechsel war ich am Limit. Ich habe mich auf mich konzentriert und bin mein Tempo gegangen."
Von Bundestrainer Peter Schlickenrieder erhielt der "Fri" dann auch ein Lob der besonderen Art. "Er hat das Zeug, Weltmeister und Olympiasieger zu werden. Da muss natürlich viel zusammen passen", sagte Schlickenrieder kurz nach dem Rennen, in dem sogar mehr drin war. "Wir haben versucht, noch die da vorne einzuholen, aber das hat leider nicht ganz geklappt", sagte Moch.
Ganz vorne lag nach 1:09:40,3 Stunden der zweimalige Olympiasieger Simen Hegstad Krüger, der Topstar Johannes Hösflot Kläbo und den 2019er-Weltmeister Sjur Röthe auf die Plätze verwies. Für Kläbo endete einen Tag nach seinem Sieg im Sprint somit der Traum von einer perfekten WM mit sechs Goldmedaillen bei sechs Starts.

Norweger ziehen Feld auseinander

Hinter vier Norwegern und zwei Schweden hatte Moch (Isny) nach jeweils 15 Kilometern im klassischen und freien Stil eine Minute Rückstand auf das Podest. "Das war ein deutliches Ausrufezeichen für den deutschen Herren-Langlauf. So ein Ergebnis beim wichtigsten Rennen der Saison, das muss man als junger Sportler erstmal schaffen", sagte Bundestrainer Peter Schlickenrieder.
Besser in einem WM-Skiathlon war aus deutscher Sicht zuletzt Axel Teichmann bei seinem Sieg 2007, zwei Jahre später war Tobias Angerer wie nun Moch Siebter geworden. Auch Jonas Dobler (Traunstein) und Albert Kuchler (Lam) zeigten am Freitag auf den Rängen 15 und 17 eine gute Leistung und unterstrichen die deutschen Ambitionen für die Staffel. Lucas Bögl (Gaißach) landete auf Rang 33.
Während Moch lange in der Spitzengruppe klug im Windschatten von Kläbo und Co. lief, verloren Bögl, Dobler und Kuchler schon bei der ersten Tempoverschärfung nach acht Kilometern die Spitzengruppe aus den Augen. Das Rennen werde "knallhart und gnadenlos", hatte Dobler schon vor dem Start angesichts des tiefen Schnees gesagt und eine "brachiale Ausscheidung" erwartet. So kam es dann auch.
Beim Skiwechsel zur Halbzeit lag Moch in einer 13-köpfigen Gruppe auf Rang zwölf. Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte drückten die Norweger aufs Tempo und zogen das Feld auseinander. "Ich habe dann eine gute Gruppe gefunden, damit bin ich gut gefahren", sagte Moch.
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(SID)
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Moch im Eurosport-Interview: "Ich bin hochzufrieden"

Quelle: Eurosport

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