Petter Northug plant Langlauf-Comeback: Mögliche WM-Nominierung für norwegische Konkurrenz nicht nachvollziehbar
VonNiklas Bien
Update 02/10/2024 um 15:53 GMT+2 Uhr
Langlauf-Ikone Petter Northug ist bereit für sein Comeback auf der großen Bühne - über die Art und Weise, wie die Rückkehr zustande kommen könnte, gibt es allerdings Diskussionen. Dass der 38-Jährige aufgrund seiner früheren Erfolge direkt für den Teamsprint bei der anstehenden WM in Trondheim ausgewählt werden könnte, sorgt vor allem bei der norwegischen Konkurrenz für Unverständnis.
Petter Northug
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Northug bereitet sich seit mittlerweile zwei Jahren auf ein Comeback vor, nachdem er 2018 zurückgetreten war. Seine Vita mit zwei olympischen und 13 WM-Goldmedaillen spricht für sich. Allerdings: Sein letztes WM-Gold über 50 Kilometer in Falun 2015 ist mittlerweile fast zehn Jahre her.
Trotzdem ist eine Teilnahme an der Nordischen Ski-WM nicht ausgeschlossen - zumindest, wenn es nach dem ehemaligen Langläufer Martin Johnsrud Sundby geht. Im Gespräch mit dem norwegischen Medium "Verdens Gang" schlug Sundby vor, dass Northug im Teamsprint zusammen mit Johannes Hösflot Kläbo an den Start gehen könnte, schließlich würde es "viel Engagement, Aufregung und Aufmerksamkeit für den Langlauf schaffen", erklärte der 40-Jährige.
Er ist herzlich eingeladen, bei harten Trainingseinheiten in Oslo mitzumachen. Ich sende ihm eine Einladung.
Der Gedanke, dass Northug dem normalen Verfahren entgehen und so in Trondheim starten könnte, dürfte der Konkurrenz sauer aufstoßen. "Leider gibt es fünf bis sechs andere, die auf dem Papier schneller als Petter sind, und sie würden das Gefühl haben, nicht ernst genommen zu werden", erkannte Sundby.
Pal Golberg holte 2023 an der Seite von Klabö WM-Gold und bringt sich logischerweise ebenfalls für den zweiten Platz im Teamsprint-Aufgebot in Stellung. "Ich hoffe wirklich, dass Petter so schnell läuft, dass er in die Diskussion kommt, aber es ist schon einige Jahre her seit 2015. Aber er ist herzlich eingeladen, bei harten Trainingseinheiten in Oslo mitzumachen. Ich sende ihm eine Einladung."
Keine Sonderbehandlung für Northug
Ein Argument für den früheren Titelsammler Northug lässt Golberg indes nicht gelten:
"Ich glaube, es werden sowieso viele Leute zur Weltmeisterschaft kommen", sagte der 34-Jährige - eine Präsenz des vermeintlichen Zuschauermagnets Northug brauche es dafür also nicht.

Pal Golberg könnte eine Sonderbehandlung von Petter Northug nicht nachvollziehen.
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Das Rennen um den zweiten Platz im Teamsprint bleibt spannend. Fest steht aber, dass auch Northug keine Sonderbehandlung bekommen soll: "Wir werden Petter Northug nicht im Voraus für die Weltmeisterschaft nominieren", betonte Nationaltrainer Ulf Morten Aune bei "NRK".
Mitte Oktober werden die Nominierungskriterien des norwegischen Verbands für den Weltcup und die Weltmeisterschaft festgelegt. "Vorrangig qualifizieren die Ergebnisse im Weltcup für die Weltmeisterschaft", sagte Aune. Northug muss in den kommenden Monaten also zeigen, dass er es immer noch drauf hat.
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