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Andreas Mitter startet in ersten Wettkampf als neuer Skisprung-Bundestrainer: Hoffnung auf Gesamtsieg bei Vierschanzentournee
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Publiziert 05/08/2026 um 14:38 GMT+2 Uhr
Der neue Skisprung-Bundestrainer Andreas Mitter legt am Wochenende los. Die Olympia-Schanze von 2030 ist für den Österreicher Start und Ziel zugleich. Zuvor wartet Ende des Jahres mit der Vierschanzentournee das Saisonhighlight. Seit 2008 ist Mitter erst der dritte Bundestrainer und folgt auf Stefan Horngacher. Olympiasieger Philipp Raimund spricht in höchsten Tönen von ihm.
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Eine Deutschland-Fahne zum Abwinken hat Andreas Mitter nicht eingepackt, der Koffer ist schließlich voll genug. "Es hat keine Fahnenübergabe gegeben", sagt der neue Skisprung-Bundestrainer vor seinem ersten Wettkampf als Chef und schmunzelt am Telefon gut hörbar: "Aber ich werde schon noch eine bekommen. Und jede Fahne, die kommt, werde ich mit Freude und Stolz abwinken."
Seit April ist der Österreicher als Nachfolger von Stefan Horngacher im Amt, am Wochenende wird er an der Olympia-Schanze im französischen Courchevel erstmals als Chef von Olympiasieger Philipp Raimund und Co. auf dem Trainerturm stehen.
Dort also, wo 2030 der nun beginnende Zyklus mit den Winterspielen endet. "Natürlich stehe ich jetzt in der Verantwortung, das ist schon etwas Besonderes", sagt der bisherige Assistenzcoach vor seinem Debüt im "SID"-Gespräch.
Mitter ist nach Werner Schuster und Horngacher erst der dritte Bundestrainer seit 2008 - eine Kontinuität, die vor allem seine Schützlinge schätzen. "Für das Team ist er absolut der richtige Mann. Es ist ein fließender Übergang von Stefan", sagte Raimund unlängst der "Sport Bild". Der 44 Jahre alte Mitter sei "ein sehr, sehr lockerer Mensch, den ich sehr mag. Er war derjenige, der mich von der B-Mannschaft in die A-Mannschaft hochgebracht hat."
Mitters wichtigste Aufgabe: Mannschaft verjüngen
Senkrechtstarter Raimund geht in den französischen Alpen mit Karl Geiger, Felix Hoffmann, Pius Paschke und Andreas Wellinger an den Start - allesamt routinierte Springer.
Eine von Mitters wichtigsten Aufgaben wird es, die Mannschaft zu verjüngen. "Natürlich ist das ein Ziel", sagt er, "im Skispringen geht es manchmal schnell, das würde ich mir auch wünschen - aber Skispringen ist kein Wunschkonzert. Es braucht Geduld und Feingefühl." Immerhin: Ein paar junge Athleten würden "durchaus nach oben" drücken.
Das aber ist Zukunftsmusik, erst einmal geht es in die Höhe von Courchevel. Ohne den ganz großen Druck - aber der wird schnell genug kommen. "Die Aufregung hält sich noch in Grenzen. Der Winter ist noch weit weg, gerade bei den jetzigen Temperaturen", sagt Mitter: "Das Kribbeln kommt dann im Herbst. Alles, was wir machen, ist für den Winter."
Und der hat es in sich: Bei der Vierschanzentournee hofft ganz Skisprung-Deutschland auf den ersten Gesamtsieg seit 25 Jahren, kurz darauf steht die WM in Falun an. Langweilig wird Andreas Mitter so schnell also nicht.
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(SID)
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