Vierschanzentournee in Bischofshofen: Stefan Kraft gewinnt Qualifikation - DSV-Adler um Pius Paschke mit Luft nach oben
Der Österreicher Stefan Kraft hat die Qualifikation zum abschließenden Springen der Vierschanzentournee in Bischofshofen gewonnen. Der 31-Jährige landete am Sonntag bei 142 Metern (155,4 Punkte) und ließ Landsmann Maximilian Ortner (147,2) und Gregor Deschwanden (146,6/Schweiz) hinter sich. Bester Deutscher wurde Andreas Wellinger (141,4) als Neunter. Pius Paschke landete auf Rang 13 (139,5).
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Stefan Kraft hat die Muskeln spielen lassen, seine beiden Kontrahenten haben leichte Nerven gezeigt - und Pius Paschke flog erneut ein ganzes Stück hinterher.
Am Tag nach seinem Triumph von Innsbruck war Österreichs Ausnahme-Skispringer Kraft auch in der Qualifikation von Bischofshofen der Stärkste und wies vor dem historischen Herzschlagfinale der 73. Vierschanzentournee seine Landsleute Jan Hörl und Daniel Tschofenig klar in die Schranken.
"Ich weiß genau, was zu tun ist. Die Sprünge haben richtig Spaß gemacht", sagte Kraft, 2015 Österreichs bislang letzter Tourneesieger: "Auch hier in der Quali brennt das Feuer. Emotionen, Adrenalin - alles da. Und morgen zählt es dann."
Während Kraft mit 142,0 m trotz verkürztem Anlauf die Tagesbestweite setzte, landete der im Kampf um den Tourneesieg längst chancenlose Paschke auf Platz 13.
Dennoch war der Kiefersfeldener insgesamt zufrieden mit seinen Sprung. "Es war von Anfang an nicht ganz einfach, aber es war in Ordnung. Mit jedem Sprung wird es ein bisschen besser. Für heute hatte ich einen Plan für den letzten Sprung, und dieser lief besser, also machen wir morgen weiter", zeigte sich der Kiefersfeldener bei Eurosport durchaus optimistisch.
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"In seiner eigenen Liga": Kraft dominiert auch in der Qualifikation
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Kraft distanziert Hörl und Tschofenig
Tschofenig auf Platz vier (5./137,0 m) und Hörl auf Platz sechs (6./139,0 m) lagen dagegen ein ganzes Stück hinter Kraft.
Im Gegensatz zur Gesamtwertung: Dort trennt Kraft (1.), Hörl (2.) und Tschofenig (3.) vor dem Finale am Montag (16:30 Uhr live im Free-TV auf Eurosport 1 und im Stream bei discovery+) umgerechnet nicht einmal ein Meter.
Bei der Generalprobe am Sonntag sortierte sich hinter Kraft ein anderer Österreicher ein: Maximilian Ortner.
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"Kein schlechter Sprung": Paschke mit solider Qualifikation
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Bischofshofen : Interview - Paschke
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Nur Wellinger in den Top Ten
Paschke zeigte mit 135,0 m seinen besten Sprung des Tages, das Training zuvor lief sehr mäßig. Dennoch fehlten ihm sieben Meter zu Kraft. Besser schnitt Andreas Wellinger (134,5 m) ab, der als Neunter bester DSV-Adler war.
"Wir wollten hier ein bisschen mehr Lockerheit reinbringen", sagte Stefan Horngacher. Das gelang neben Wellinger noch Philipp Raimund, der mit 138,5 m auf Platz 15 flog.
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"Da geht noch mehr!" Raimund haut in der Qualifikation einen raus
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"Ich war mit meinem Sprung fast zufrieden, aber es steckt noch viel mehr Potenzial darin. Beim Fliegen war ich etwas instabil, daher hoffe ich, dass es morgen ein bisschen besser wird. Trotzdem war es für mich wirklich gut", sagte der Oberstdorfer am Eurosport-Mikrofon.
Seinen Frieden hat er mit der Schanze in Bischofshofen aber noch nicht geschlossen. "Ich hasse Bischofshofen. Hier schlafe ich jedes Mal fast ein, wenn ich in den Radius komme, weil der Anlauf so lang und so langsam ist", so Raimund weiter.
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Raimund nach Topsprung ehrlich: "Ich hasse Bischofshofen"
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Geiger nach Innsbruck-Debakel erleichtert
Karl Geiger steigerte sich nach missglückten Trainingssprüngen und kam auf Platz 16 (131,0 m). "Ich bin mit meinem Qualifikationssprung sehr zufrieden. Die Probesprünge liefen überhaupt nicht gut, und ich wusste gar nicht, woran das lag", sagte der Oberstdorfer bei Eurosport.
"Mein Gott, beim Wettkampf am Bergisel bin ich danebengetreten, aber das hatte mehrere Ursachen - so etwas kann passieren. Heute habe ich aber erst überhaupt nicht reingefunden, deshalb bin ich wirklich, wirklich froh, dass ich den Qualisprung so hinbekommen habe", zeigte sich Geiger erleichtert.
Auch Felix Hoffmann (37./125,0 m) und Adrian Tittel (44./124,0 m) schafften den Sprung unter die besten 50.
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Bischofshofen : Interview - Karl Geiger
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(mit SID)
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Triumph in Villach: Schmid nutzt Prevc-Patzer
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