Vierschanzentournee: Martin Schmitt analysiert Paschke-Sprung in Garmisch-Partenkirchen: "Pech hatte er nicht gehabt"

Hatte Pius Paschke im ersten Durchgang beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen Pech mit dem Rückenwind? Eurosport-Experte Martin Schmitt ist nicht dieser Meinung. "Pech hatte Pius eigentlich nicht. Ich glaube, es fehlt einfach ein bisschen die Stabilität in seinem Sprung", analysierte der zweimalige Gesamtweltcupsieger den Wettkampf auf der Olympiaschanze im Rahmen der Vierschanzentournee.

Schmitts Halbzeit-Analyse zur Tournee: "Paschke hatte kein Pech"

Quelle: Eurosport

"Die Bedingungen sind eigentlich im Rahmen. Der eine hatte etwas mehr Rückenwind, der andere etwas weniger", erklärte Martin Schmitt, der 1999 das Neujahrsspringen gewonnen hatte.
Drehende Winde hatten im Rahmen des zweiten von vier Tournee-Springen immer wieder für leichte Unterbrechungen gesorgt.
Nimmt man die vom Weltverband FIS berechneten Windpunkte zum Maßstab, lag Paschke im ersten Durchgang mit einer Gutschrift von 10,6 Punkten für den Rückenwind im oberen Bereich der Konkurrenz, im Finale bekam er 5,2 Zähler abgezogen wegen Aufwindes.
Zum Vergleich: Teamkollege Andreas Wellinger bekam mit 18 Punkten im ersten Sprung die größte Windgutschrift.
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Quelle: Eurosport

Dem Österreicher Michael Hayböck wiederum wurden beim neuen Schanzenrekord von 145 Metern 3,7 Punkte wegen Aufwindes abgezogen.

Schmitt: "Dann geht es schnell viele Plätze zurück"

Letztlich bewege sich alles im fairen Rahmen, befand Eurosport-Experte Schmitt. Bei Paschke sei es vielmehr so gewesen, dass "sein Sprung ein bisschen auf der aggressiven Seite war. Das sind Kleinigkeiten, und dann geht es schnell viele Plätze zurück. Ähnlich erging es Stefan Kraft und Jan Hörl im ersten Durchgang", zog die Skisprung-Legende einen Quervergleich zu den ÖSV-Adlern.
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Quelle: Eurosport

Wichtig sei, dass sowohl Paschke als auch Kraft und Hörl nach schwachem Beginn "zurückschlagen" konnten. "Das System ist nicht zusammengebrochen. Alle drei haben eine Antwort gefunden, auch Pius mit einem tollen zweiten Sprung", so Schmitt.
Diesen starken zweiten Versuch müsse er mental nach Innsbruck mitnehmen, wo am Samstag (4. Januar ab 13:30 Uhr live bei Eurosport und discovery+) das dritte Springen der Vierschanzentournee auf dem Programm steht.
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Quelle: Eurosport


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