Skispringen: Jacqueline Seifriedsberger beendet Karriere mit sofortiger Wirkung - ÖSV verliert nächsten großen Namen

Die österreichische Skispringerin Jacqueline Seifriedsberger hat ihre Karriere mit sofortiger Wirkung beendet. "Alles hat seine Zeit", wurde die 34-Jährige am Mittwoch in einer Pressemitteilung des Österreichische Skiverbandes zitiert. Die Entscheidung sei der fünfmaligen Vizeweltmeisterin nicht leichtgefallen, aber: "Wenn Mut und Vertrauen an der Schanze fehlen, ist man auch nicht erfolgreich."

Jacqueline Seifriedsberger hat ihre Karriere beendet

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Seifriedsberger zählte zu den Urgesteinen des Skispringens. Die Oberösterreicherin war bei der WM-Premiere der Damen im Jahr 2009 am Start, im Dezember 2011 nahm sie zudem am ersten Weltcup-Springen der Frauen in der Geschichte teil.
Die schwere Verletzung ihrer Teamkollegin Eva Pinkelnig am Wochenende habe sie in ihrer Entscheidung bestärkt. "Die Ereignisse habe ich aufmerksam verfolgt - sie haben mir noch einmal gezeigt, dass der Entschluss für mich der richtige ist", sagte Seifriedsberger.
Pinkelnig hatte auf der Olympia-Schanze in Predazzo ebenso wie Ex-Weltmeisterin Alexandria Loutitt und die japanische Kombiniererin Haruka Kasai einen Kreuzbandriss erlitten.
Doch auch ohne die schlimmen Vorfälle hinterfragte sie ihre Leistungsfähigkeit. "Während der Vorbereitung auf die bevorstehende Olympiasaison habe ich gemerkt, dass es mir extrem viel abverlangt und ich nicht mehr 100 Prozent geben kann wie in den vergangenen Jahren", so Seifriedsberger, die nach 13 Weltcup-Saisons Schluss macht.

Seifriedsberger fehlen "Mut und Vertrauen"

Die Anforderungen seien in den vergangenen Saisons immer höher geworden. "Bereits in den letzten Jahren hat es mich extrem viel Überwindung gekostet, weit zu springen und sauber zu landen", meinte sie.
"Mut und Vertrauen" seien ihr an der Schanze schließlich immer mehr abhanden gekommen. "Die Entscheidung, meine Karriere zu beenden, ist dabei nicht von heute auf morgen gefallen, sondern über einen längeren Zeitraum in mir gereift", unterstrich sie.
Seifriedsberger feierte bei 228 Starts im Weltcup drei Einzelsiege. 2012/13 und 2015/16 landete sie auf Rang vier des Gesamtweltcups, in der vergangenen Saison auf einen starken fünften Platz.
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Jacqueline Seifriedsberger verabschiedet sich mit sechs WM-Medaillen

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2013 gewann sie bei der WM in Val di Fiemme die Bronze-Medaille im Einzel, in den Teamwettkämpfen eroberte sie sechs weitere WM-Medaillen: fünfmal Silber und einmal Bronze.
Mit Seifriedsberger verliert Österreich nach dem Rücktritt von Sara Marita Kramer und der Verletzung von Pinkelnig den dritten prominenten Namen für die Olympia-Saison. "Doch wir blicken positiv nach vorne. Wir glauben an das Potenzial unserer Athletinnen, an die Stärke der nächsten Generation und wir vertrauen auf das Team und den gemeinsamen Weg", sagte Florian Liegl, Sportlicher Leiter Skisprung und Nordische Kombination beim ÖSV.
(mit SID)
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Hirscher wieder auf Skiern - aber "noch ein langer, langer Weg"

Quelle: Eurosport


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