Kacper Tomasiak als neuer Kamil Stoch? Vater des polnischen Youngsters dämpft Erwartungen - "Achtet nicht auf Namen"
Publiziert 13/05/2026 um 19:16 GMT+2 Uhr
Der polnische Skisprung-Verband sucht seit Jahren nach dem Nachfolger einer außergewöhnlichen Generation um Kamil Stoch, Dawid Kubacki und Piotr Zyla. Seit den Olympischen Winterspielen richtet sich die Aufmerksamkeit dabei besonders auf Kacper Tomasiak. Der 19-Jährige überzeugte in Mailand und Cortina d’Ampezzo mit gleich mehreren Medaillen – dessen Vater dämpft allerdings zu hohe Erwartungen.
Kacper Tomasiak
Fotocredit: Newspix
"Es gibt keinen zweiten Stoch oder Malysz", stellte Vater Wojciech Tomasiak im Gespräch mit "Interia" klar. Jeder Athlet entwickle sich unterschiedlich, auch sein Sohn solle seinen eigenen Weg gehen.
"Kamil selbst hat Kacper und anderen jungen Spielern gesagt, dass jeder seine eigene Geschichte schreibt", führte Tomasiak weiter aus.
Besonders wichtig sei dabei, dass sich der Nachwuchsspringer nicht an einzelnen Stars orientiere. "Wenn man Kacper nach seinen Idolen fragt, gibt es kein einziges", so sein Vater.
Stattdessen beobachte der 19-Jährige viele unterschiedliche Springer und versuche, aus verschiedenen Ansätzen zu lernen. "Er achtet nicht auf Namen, sondern darauf, was ihm persönlich liegt."
Tomasiak-Vater deutlich: "Es war einfach zu viel"
Die Erwartungen an den Youngster stiegen in den vergangenen Monaten rasant. In Polen wurde bereits darüber diskutiert, ob Tomasiak eines Tages in die Fußstapfen der großen Namen des Landes treten kann.
Nach den starken Olympischen Spielen konnte Tomasiak die hohen Erwartungen im Weltcup zuletzt allerdings nicht immer erfüllen. Laut seinem Vater spielte dabei vor allem die enorme Belastung nach dem plötzlichen Durchbruch eine Rolle.
"In kurzer Zeit ist viel passiert, und es kamen neue Verantwortlichkeiten hinzu. Es war einfach zu viel", erklärte Wojciech Tomasiak. Der Olympia-Erfolg habe nicht nur sportlich, sondern auch mental viel Kraft gekostet. Zudem dürfe nicht vergessen werden, dass sein Sohn gerade erst seine erste komplette Saison auf diesem Niveau absolviert habe. Sein Mentor kündigte zudem an, der 19-Jährige werde "erholt und mit klarem Kopf" in die nächste Saison gehen.
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Quelle: Eurosport
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