Skispringen: Deftige Kritik an FIS-Kontrollen im Weltcup - Polens Funktionär Kot poltert: "Wie eine Tragikomödie"

Die verschärften Kontrollen im Skisprung-Weltcup haben erneut heftige Kritik ausgelöst. Im Rahmen der strengeren Regelungen durch den Internationalen Skiverband FIS bezeichnete Rafal Kot vom Polnischen Skiverband das Verfahren als "Farce". Darunter leiden seiner Meinung nach vor allem die Athleten - darunter auch Topstar Domen Prevc, dessen Disqualifikation erst kürzlich für Wirbel gesorgt hatte.

Highlights: Raimund gewinnt verkürztes Nachholspringen - Prevc disqualifiziert

Quelle: Eurosport

Manchmal sind es nur wenige Millimeter oder Milligramm, die ausschlaggebend sind. Das bekommen die Athletinnen und Athleten im Skispringen beziehungsweise Skifliegen durch das immer strengere Durchgreifen der FIS zu spüren. Dementsprechend ist bei immer neuen Verschärfungen der Regeln Kritik vorprogrammiert.
Die jüngste Äußerung kam von Rafal Kot vom Polnischen Skiverband (PZN). Der Funktionär gab im Interview mit dem polnischen Medium "WP SportoweFakty" zwar zu, dass das stärkere Eingreifen der FIS den Wettbewerb "tatsächlich fairer" mache. Allerdings geschehe dies auf Kosten der Athleten: "Für die Springer selbst ist das ganze Prozedere inzwischen eine Farce. Wie oft müssen sie diese Kontrolle durchlaufen, wie sollen sie sich verhalten, was dürfen sie und was nicht?" Laut Kot sei dabei die Verhältnismäßigkeit nicht mehr gegeben.
Das härtere Durchgreifen in Sachen Regeln geht auf den Mega-Skandal der Norweger im Rahmen der Heim-WM 2025 in Trondheim zurück. Damals gingen die Springer mit manipulierten Anzügen an den Start, bei denen ein unerlaubtes Band für mehr Stabilität im Flug sorgte. Die FIS verstärkte die Kontrollen in der Folge deutlich, was im Anschluss zu deutlich mehr Disqualifikationen im Teilnehmerfeld führte.
"Jeder Skispringer darf eine begrenzte Anzahl von Anzügen verwenden. An einem Tag springt ein Athlet und alles ist in Ordnung, am nächsten Tag wird er im selben Outfit disqualifiziert. Wo bleibt da Sinn und Logik?", fragt sich Kot. "Hier gibt es auf jeden Fall einen gewissen Nachholbedarf. Es ist ein bisschen wie eine Tragikomödie."
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Am Ende jubelt Raimund: Die Disqualifikation von Prevc

Quelle: Eurosport

Prevc in Lahti disqualifiziert

So traf es in dieser Saison bereits einige Athleten, die dem FIS-Chefkontrolleur Mathias Hafele zum Opfer gefallen sind. Darunter auch Domen Prevc, der die Gesamtwertung im Skispringen fast konkurrenzlos anführt. Der 26-jährige Slowene wurde beim Weltcupspringen im finnischen Lahti am 6. März disqualifiziert, da die Ski zu lange für sein Körpergewicht gewesen sind.
"100 Gramm! Schade, dass so etwas im Sport passiert", sagte Sloweniens Cheftrainer Robert Hrgota danach. "Ich würde es verstehen, wenn sie die ganze Saison über bei allen Wettkämpfern so streng wären. Dann würde ich das akzeptieren."
Zudem erhob er den Vorwurf, dass Prevc von der FIS negativ behandelt werde. Zwar verstehe er, dass der amtierende Sieger der Vierschanzentournee als bester Springer der Serie regelmäßig kontrolliert werde, gleichzeitig sei dies aber auch "fragwürdig".

Sloweniens Trainer klagt: "Sie suchen und suchen und suchen"

"Ich verstehe, dass Domen als bester Springer nach jeder Serie kontrolliert wird, aber bei so vielen Kontrollen wird früher oder später etwas gefunden werden", wetterte der Slowene.
"Alle Wettkämpfer sind am Limit. Domen wird so oft kontrolliert wie manche Nationalmannschaft insgesamt. Sie suchen und suchen und suchen. Ich hoffe, sie sind jetzt zufrieden, weil sie endlich etwas gefunden haben."
Der nächste Termin im Weltcup 2025/26 steht am 21. März im norwegischen Vikersund an (bei Eurosport im Liveticker).
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Highlights: Windchaos sorgt für Abbruchsieg am Holmenkollen

Quelle: Eurosport


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