Skifliegen am Kulm - Stefan Kraft enttäuscht beim Heim-Weltcup und gibt Rätsel über Form auf: "Tut beim Zuschauen weh"
VonNiklas Bien
Update 02/03/2026 um 13:01 GMT+1 Uhr
Stefan Kraft springt den Top-Platzierungen in dieser Weltcup-Saison deutlich hinterher. Daran änderte auch das Heim-Skifliegen am Kulm nichts. "ORF"-Experte Andreas Goldberger fand nach Rang 29 am Sonntag klare Worte zum dreifachen Gesamtweltcupsieger. "Es tut einem beim Zuschauen weh. Es ist ein großes Rätsel", sagte der 53-Jährige. Auch Kraft selbst konnte seine Enttäuschung nicht verbergen.
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Quelle: Eurosport
"Beim Skifliegen muss ein Fluss da sein. Ich habe bei jedem Sprung die Hoffnung, dass es gehen könnte, weil ich weiß, dass ich es kann", analysierte Kraft im "ÖRR".
Am Samstag flog der dreimalige Weltmeister immerhin noch auf den 16. Platz, im zweiten Wettkampf am Sonntag sprang für Kraft nur noch Rang 29 heraus. Um ein Haar hätte der ehemalige Skiflug-Weltrekordhalter (253,5 m) sogar den zweiten Durchgang verpasst. Lediglich ein Punkt rettete Kraft am Ende.
"Das muss ich jetzt einmal verarbeiten und schlucken. Jetzt bin ich schon sehr froh, dass es nach Hause geht", konstatierte der Österreicher.
Für den ehemaligen Skispringer Goldberger ist die anhaltende Formschwäche seines Landsmannes "ein großes Rätsel". "Es tut einem beim Zuschauen weh", betonte der Skiflug-Weltmeister von 1996.
Kraft startete stark in den Weltcup
Dabei war Kraft verheißungsvoll in die Saison gestartet: In Lillehammer sprang der 32-Jährige zum Auftakt auf den dritten Platz, gewann kurz darauf im schwedischen Falun von der Normalschanze und ließ in Klingenthal einen zweiten Platz folgen.
Danach fiel der Vorjahres-Dritte des Gesamtweltcups in ein stattliches Formloch, das am Sonntag in einem neuen Tiefpunkt mündete.

Andreas Goldberger kann die Leistungen von Stefan Kraft nicht nachvollziehen
Fotocredit: Eurosport
Immerhin: Kraft hat in Lahti, Oslo, Vikersund und Planica noch vier Möglichkeiten, die Saison noch in die richtige Richtung zu biegen.
Dank des starken Starts liegt der 32-Jährige im Gesamtklassement noch auf dem zehnten Platz.
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