Martin Schmitt exklusiv zur Debatte um das Gewicht von Skispringern: "Es ist natürlich ein Thema, leicht zu sein"

Martin Schmitt hat im Gespräch mit Eurosport zur seit Jahren emotional geführten Debatte um das Gewicht von Skispringern Stellung bezogen. Der Olympiasieger glaubt nicht, dass im Skisprung heutzutage noch ein "generelles" Gewichtsproblem bestehe. Seitdem der Internationale Skiverband FIS den Body Mass Index (BMI) in der Saison 2004/05 eingeführt hat, habe sich vieles verändert.

Eurosport-Experte Martin Schmitt

Fotocredit: Eurosport

"Ich glaube nicht, dass es ein generelles Problem ist - schon gar nicht in der heutigen Zeit. Wir haben schon lange die BMI-Regel. Seitdem hat es sicher verändert und es ist vielleicht nicht mehr so extrem, wie es mal war", erklärte der 46-Jährige diese Woche im Eurosport-Podcast.
Um gegen Hungern im Skispringen vorzugehen, führte die FIS im Jahr 2004 eine Gewichts-Untergrenze ein. Derzeit muss ein Skispringer mindestens einen BMI von 21 haben, um die volle Skilänge nutzen zu dürfen.
Wer unter dem vorgegebenen Wert liegt, wird mit einer Verkürzung der Ski und somit einer geringeren Tragfläche bestraft.
"Essen ist schon ein Thema im Skispringen. Man muss schauen, dass man leicht bleibt", sagte Schmitt. "Es gab in der Vergangenheit den ein oder anderen Sportler, der vielleicht vom Gewicht her an einer Grenze war, aber ich glaube nicht, dass es heutzutage ein besonderes Problem unserer Sportart ist", so der Eurosport-Experte weiter.
Trotzdem sei es für Skispringer nicht einfach, das nötige Wettkampfgewicht zu erreichen. Auch Schmitt habe sich während seiner Karriere damit nicht leicht getan: "Es ist immer eine Herausforderung gewesen. Die letzten zwei, drei Kilo vor dem Wettkampfgewicht zu verlieren sind sehr schwer."

Schmitt: "Man muss als Skispringer sehr strikt leben"

Deshalb müsse man als Skispringer sehr strikt leben. Nach seiner Karriere habe Schmitt einige Kilos zugenommen, gab er zu: "Ich wusste nach meinem Karriereende, dass ich zunehme. Es war nicht mein Ziel, aber es war eine Erwartung."
Es sei eine neue Freiheit für ihn gewesen, nicht mehr ständig auf sein Gewicht achten zu müssen.
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Quelle: Eurosport

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