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Markus Eisenbichler im Tief - Eurosport-Experte Martin Schmitt erklärt: "Dann bricht das System zusammen"
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Publiziert 20/12/2023 um 17:14 GMT+1 Uhr
Markus Eisenbichler erlebt nach seiner Degradierung in den Continental Cup ein sportliches Tief. Seine enttäuschenden Auftritte in Lillehammer und Ruka stehen laut Eurosport-Experte Martin Schmitt in starkem Kontrast zu seinen Sprüngen im Herbst. "Es tut mir wahnsinnig leid für ihn", erklärte der 45-Jährige am Montag in einer Presserunde. An Eisenbichlers Fähigkeiten zweifelt Schmitt aber nicht.
Markus Eisenbichler steckt im Tief fest
Fotocredit: Getty Images
Vor wenigen Wochen hatte Schmitt Eisenbichler noch in Aktion erlebt und bei dessen Sprüngen auf der Schanze beobachtet. Dabei sei er von der Darbietung des sechsmaligen Weltmeisters beeindruckt gewesen.
"Das war wirklich gut", erläuterte Schmitt. "Immer wieder hat er Einzelsprünge und Einheiten, die richtig gut sind. Damit würde er uns auch im Weltcup viel Freude bereiten, wenn er die Performance auf die Schanze bekäme."
Auf Eisenbichlers Leistung im Continental Cup kann sich Schmitt daher bislang keinen Reim machen. In vier Wettkämpfen landete der 32-Jährige nämlich nur ein einziges Mal in den Top 15. "Er ist auffällig schlecht ins Training gestartet, kam in Lillehammer von Anfang an nicht rein. Ich weiß aber nicht, wo er seine Form verloren hat."
Letzten Endes sei der Absturz des einstigen Goldjungen aber wohl auf fehlendes Selbstvertrauen zurückzuführen. "Wahrscheinlich fehlt ihm die Stabilität vom Sommer", so Schmitt. "Er konnte seinen Sprung nicht mit der nötigen Sicherheit aufbauen, wie er es im Winter in der Wettkampfsituation bräuchte - und dann bricht das System leider zusammen."
Schmitt: Eisenbichler hat Fähigkeiten nicht verloren
Trotz des beispiellosen Leistungsabfalls zeigte sich Schmitt davon überzeugt, dass Eisenbichler weiterhin über die Qualität für ein Comeback im Weltcup verfügt.
"Er hat nach wie vor die Fähigkeiten und Möglichkeiten, sehr gut zu springen und im Weltcup konkurrenzfähig zu sein", unterstrich der Olympiasieger von 2002. "Dafür hat aber die Vorbereitung in diesem Jahr wahrscheinlich nicht ausgereicht."
Mit einem Einsatz bei der Vierschanzentournee rechnet Schmitt nicht: "Das wird auch trotz der nationalen Gruppe schwierig." Wie der DSV am Mittwoch verkündete, wird der Ex-Weltmeister erstmals seit 2012 beim Tournee-Auftakt fehlen. An Neujahr könnte Eisenbichler zum erweiterten deutschen Team zählen, muss sich dafür aber bei den Continental-Cup-Springen am 27./28. Dezember in Engelberg/Schweiz empfehlen.
Nun gilt es für Eisenbichler, seinen Fokus neu auszurichten und nach vorne zu blicken. "Er muss einfach gucken, zu seinem Sprung zu kommen", hob Schmitt hervor. "Er weiß, dass er es selbst in der Hand hat. Wenn er seine Probleme löst, wird er wieder ein ganz anderes Niveau erreichen. Vor der Aufgabe sind vor ihm schon viele andere gestanden."
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Quelle: Eurosport
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