Skifliegen in Planica | Deutschland im Team-Wettbewerb auf Podium

Die DSV-Adler haben beim Team-Skifliegen von Planica den Sprung aufs Podium geschafft und hinter Polen Rang zwei belegt. Platz drei ging an die Mannschaft von Gastgeber Slowenien. Der weiteste Flug gelang Deutschlands Markus Eisenbichler, der im zweiten Durchgang auf 246 Meter kam. Polen konnte es am Ende sogar verschmerzen, dass Schlussspringer Piotr Zyla bei 242,5 m in den Schnee greifen musste.

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"Im ersten Versuch habe ich noch etwas liegen lassen. Im letzten habe ich gedacht, jetzt riskierst du noch einmal, weil es einfach eine Gaudi ist", sagte Eisenbichler, der ein dickes Lob an seinen Teamkollegen verteilte: "Wir haben echt gute Sprünge gezeigt. Unser Youngster Constantin war stabil, das hat mich mega gefreut. Der Karl ist gesprungen wie eine Maschine."
Nach acht Durchgängen fehlten dem deutschen Quartett umgerechnet knapp sieben Meter zum ersten Sieg in einem Teamfliegen seit 19 Jahren.
Mit 1619,8 Punkten lagen Eisenbichler, Karl Geiger, Constantin Schmid und Richard Freitag hinter Polen (1627,9) und vor Slowenien (1603,1). Norwegen, bis zur Vorwoche in Vikersund vier Jahre lang in Teamfliegen unbesiegt, kam erneut nur auf Rang sechs.
Schlussspringer Eisenbichler, der am Freitag mit seinem ersten Weltcup-Erfolg für einen perfekten Start ins letzte Wettkampfwochenende des scheidenden Bundestrainers Werner Schuster gesorgt hatte, blieb nur im ersten Durchgang mit 227,0 m ein wenig hinter seinen Möglichkeiten zurück. Geiger überzeugte mit 230,5 und 230,0 m, Schmid (217,0+216,5) und Freitag (221,0+231,0) zeigten gute Leistungen.
Den bislang einzigen deutschen Team-Sieg bei einem Weltcup-Fliegen gab es bei der Premiere am 18. März 2000 in Planica. Damals traten Sven Hannawald, Martin Schmitt, Hansjörg Jäkle und Michael Uhrmann für den DSV an.

Eisenbichler kämpft um kleine Kristallkugel

Bei der traditionellen Springerparty zum Saisonabschluss wollte sich Eisenbichler mit "ein, zwei Bier" begnügen, schließlich wird es für den Weltmeister von Seefeld am Sonntag noch einmal richtig ernst.
Im Finale der 30 Gesamtweltcup-Besten (10:00 Uhr live im TV bei Eurosport) kann er sich als dritter Deutscher nach Sven Hannawald (1998 und 2000) und Martin Schmitt (1999 und 2001) die kleine Kristallkugel für den Sieg in der Flug-Wertung sichern. Mit 311 Punkten führt Eisenbichler knapp vor Kobayashi (307), der als Gewinner der großen Kristallkugel bereits feststeht.
Sloweniens Publikumsliebling Robert Kranjec wurde am Samstag gebührend verabschiedet. Der 37 Jahre alte Weltmeister von 2012, der am Donnerstag in der Qualifikation gescheitert und auch nicht für das Teamfliegen nominiert worden war, durfte außer Konkurrenz und in einem besonderen Leibchen mit der Aufschrift "Million Reasons to say Goodbye" von seiner Heimschanze segeln.
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