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Skispringen: Bundestrainer Stefan Horngacher vor letztem Hurra beim Skifliegen in Planica - Nachfolge weiter offen
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Publiziert 25/03/2026 um 11:07 GMT+1 Uhr
Auf Stefan Horngacher wartet das letzte Wochenende als Skisprung-Bundestrainer, seine Nachfolge ist weiter offen: Top-Kandidat Thomas Thurnbichler steht offenbar nicht zur Verfügung, auch mit Grzegorz Sobczyk und Heinz Kuttin konnte bislang keine Einigung gefunden werden. Für Olympiasieger Philipp Raimund endet indes eine starke Saison. Erstmals startet er auf dem Riesenbakken - trotz Höhenangst.
Schuster zur Horngacher-Nachfolge: "Gibt Leute im Team ..."
Quelle: Eurosport
Stefan Horngacher schiebt vor seinem Abschied jeden Gedanken an Wehmut beiseite.
"Für mich war immer klar: Irgendwann kommt der letzte Tag. Man kann ja nicht ewig Chef sein", sagt der Skisprung-Bundestrainer, für den am Wochenende ein Lebensabschnitt endet. Nach sieben Jahren räumt "Stef, der Chef" seinen Stuhl. Und die große Frage lautet noch immer: Für wen?
Weiterhin ist völlig unklar, wem Horngacher nach dem Saisonfinale in Planica die Deutschland-Fahne zum Abwinken von Philipp Raimund, Andreas Wellinger und Co. übergeben wird.
DSV-Sportdirektor Horst Hüttel hatte eine Entscheidung für "wahrscheinlich im März" angekündigt, doch damit wird es wohl nichts. "Der Gesprächsprozess" mit möglichen Kandidaten "laufe", hatte Hüttel zuletzt dem SID gesagt.
Thurnbichler wird wohl nicht Horngacher-Nachfolger
Doch die Zeit drängt, schließlich muss der neue Mann auch die neue Saison vorbereiten. Seit Horngachers Abschieds-Ankündigung im November fahndet der DSV mit klarem Anforderungsprofil:
Der Neue soll natürlich ein absoluter Fachmann und Teamplayer sein, die angegraute Mannschaft verjüngen und Talente aus dem nicht gerade üppig befüllten Nachwuchs-Pool hochführen, dabei für Aufbruchstimmung sorgen wie einst Werner Schuster ab 2008.
Als Kandidat Nummer eins galt eigentlich Thomas Thurnbichler (36), zuvor Polen-Coach mit scharfem Blick für den Nachwuchs und derzeit beim DSV B-Kader-Trainer. Doch der Österreicher wird es wohl eher nicht.
"Ich bin mit meiner jetzigen Position zufrieden. Ich bin Vater eines kleinen Kindes und freue mich, etwas mehr Zeit mit meiner Familie verbringen zu können", sagte Thurnbichler zuletzt dem polnischen Sender "TVP Sport".
Horngacher-Nachfolge: Sobczyk oder Kuttin?
Häufiger genannt wurde zuletzt auch der Name Grzegorz Sobczyk. Der Pole, einst Assistent von Horngacher in dessen Zeit als Cheftrainer der polnischen Auswahl, betreut aktuell mit Erfolg den Bulgaren Wladimir Sografski. Oder wird es Heinz Kuttin, einst Österreichs Männer-Chefcoach und derzeit erfolgreicher Frauen-Bundestrainer? Diese Variante würde aber eine neue Lücke schaffen.
Viele Fragen, um die sich Philipp Raimund nicht kümmern muss. Doch auch auf den Olympiasieger wartet ein besonderes Wochenende. Raimund geht mit 25 Jahren erstmals auf dem Riesenbakken in Planica an den Start, im vergangenen Jahr hatte er auch wegen seiner Höhenangst auf das Saisonfinale verzichtet. Nun fühlt er sich bereit.
Das Gute: Nach der besten Saison seiner Karriere kann Raimund ohne jeden Druck fliegen. "Ich habe dieses Jahr alles erreicht, was ich wollte. Ich habe auch den Weltcupsieg noch mitgenommen. Jetzt ist es schön, noch ein paar Flüge zu machen", sagt der Oberstdorfer.
Auch das Abschiedsgeschenk für Horngacher hat Raimund schon besorgt. Die Goldmedaille von Predazzo war schließlich auch für "Stef, den Chef".
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(SID)
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