Karl Geiger befindet sich auf richtigem Weg: "Mensch, der nie aufgibt" - Werner Schuster blickt auf Weltcup in Sapporo

Die Norm für die Olympischen Spiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo hat Karl Geiger zwar knapp verpasst, der fünfmalige Weltmeister befindet sich nach einem schwierigen Winter aber auf dem richtigen Weg. "Karl kennt man als Kämpfer, ein Mensch, der nie aufgibt", fasst Eurosport-Experte Werner Schuster im exklusiven Interview zusammen. "Man merkt, dass einzelne Teilelemente wieder stimmen."

Aufsteigende Form: Geiger sichert sich halbe Olympia-Norm

Quelle: Eurosport

Am vergangenen Sonntag landete Geiger beim Weltcup im japanischen Sapporo auf Platz 14 und erfüllte damit zumindest die halbe Olympia-Norm. Einen Tag zuvor war er bereits knapp dran, stürzte dann aber nach Rang zwölf im ersten Durchgang noch um 15 Plätze in der Entscheidung ab.
Damit hat sich eine Teilnahme an den Winterspielen erledigt, der Qualifikationszeitraum endete am Sonntagabend. Trotzdem handelte es sich um einen vielversprechenden Auftritt. Völlig aus dem Nichts kam dieser Aufschwung aber nicht.
"Während der Vierschanzentournee einen Schritt nach vorn zu machen, war natürlich sehr schwierig", erklärt Eurosport-Experte Werner Schuster. "Aber bereits in Zakopane konnte man eine Verbesserung erkennen."
In Polen sei es letztlich einfach nur Pech gewesen, dass er als 31. den zweiten Durchgang um 1,1 Punkte verpasste. "Wenn man bedenkt, dass Johann André Forfang im zweiten Durchgang vom 30. auf den sechsten Rang gesprungen ist, war das wirklich unglücklich."

Geiger sammelt wieder Selbstvertrauen

Mittlerweile sei zu erkennen, "dass einzelne Teilelemente wieder stimmen, er das langsam wieder in ein großes Ganzes gießt und jetzt wieder auf einem guten Niveau unterwegs ist", führte Schuster weiter aus.
Was der ehemalige Bundestrainer damit meint: "Am Ende lebt er von einem starken Absprung. Den hat er aber länger nicht mehr zeigen können. Die Anfahrtsposition scheint er leicht angepasst zu haben", so der 56-Jährige.
Schließlich ginge es auch darum, "im Flug den Sprung mit Selbstvertrauen fortzusetzen. Das kehrt nun allmählich zurück - und funktioniert auch ohne übermäßiges Denken. Vorher musste er viel mit dem Kopf dabei sein, jetzt geht es wieder etwas automatischer von der Hand", meint Schuster.
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Nach Hoffnungsschimmer: Geiger stürzt übel ab

Quelle: Eurosport

Zwischen 22. und 25. Januar finden in Geigers Heimat Oberstdorf die Skiflug-Weltmeisterschaften statt (live und on-demand bei HBO Max), eine Woche später steht der Weltcup in Willingen auf dem Programm. Dann will sich Geiger weiter nach vorn arbeiten.
"Fakt ist: Position und Abdruck sind nun wieder deutlich sichtbarer und so kehrt auch das Selbstvertrauen zurück", schließt Schuster ab.
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Quelle: Eurosport


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