"Ich habe die grüne Linie gesehen und gedacht: Da komme ich nicht mehr hin. Es war heute ein bisschen schwierig. Ich bin trotzdem zufrieden, Einstand geglückt", sagte Geiger, der nach 127,0 m im ersten Sprung im zweiten Durchgang nur auf 118,0 m kam. Auch Horngacher attestierte dem Oberstdorfer eine Topform:
Karl war leider chancenlos im Finale. Da wurde er vom Winde verweht. Schade, er springt derzeit wirklich gut.
Für den Nachfolger von Werner Schuster verlief das Weltcup-Wochenende auf der Adam-Malysz-Schanze in Polen insgesamt durchwachsen: Im Teamwettkampf am Samstag war das DSV-Quartett trotz einer starken Leistung von Geiger nicht über den fünften Platz hinausgekommen. Am Sonntag wirbelte dann der Wind das Feld kräftig durcheinander.
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Eisenbichler enttäuscht: "Total kacke"

Weltmeister Markus Eisenbichler (Siegsdorf) landete als 50. sogar ganz am Ende des Feldes. "Das war mal gar nix, total kacke. Wenn kein Luftpolster da ist und es einen zu Boden drückt, geht eben nichts", sagte der Bayer im "ZDF". Auch Ex-Weltmeister Stefan Kraft (Österreich) sprach nach seinem 21. Platz von irregulären Bedingungen: "Das war wie elf gegen fünf beim Fußball."
Der Auftakterfolg ging an Skiflug-Weltmeister Tande, der mit zwei starken Sprüngen auf 127,0 und 129,0 m auf 241,4 Punkte kam und klar vor Anze Lanisek (Slowenien/225,6) und Lokalmatador Kamil Stoch (224,2) gewann. Für Tande war es der insgesamt sechste Weltcupsieg, gleichzeitig schlüpfte er in das Gelbe Trikot des Führenden im Gesamtweltcup. Topfavorit Ryoyu Kobayashi aus Japan wurde nach einer Aufholjagd noch Vierter.
Zweitbester DSV-Adler war Richard Freitag (Aue) auf dem 24. Platz, Pius Paschke (Kiefersfelden) sammelte als 26. ebenfalls Punkte. Weil der Tournee-Dritte Stephan Leyhe (Willingen) wie Eisenbichler als 34. eine Niete zog, schafften es nur drei von sieben Deutschen in den zweiten Durchgang - die verletzten Andreas Wellinger, Severin Freund und David Siegel wurden schon in Wisla bitter vermisst.

Geiger: "Sprünge sind echt gut"

Allen voran Geiger rettete aber die Bilanz. "Die Form passt. Es war der erste Wettkampf, man muss sich erstmal rantasten. Die Sprünge sind echt gut", sagte Geiger, der am Freitag die Qualifikation gewonnen hatte. Und schließlich hätte es noch schlimmer kommen können, siehe Markus Eisenbichler: "Wenn ich den Eisei sehe, dann würde ich sagen: Heute habe ich richtig Glück gehabt", meinte Geiger.
Geiger hatte schon im Teamspringen am Samstag überzeugt, mehr als Rang fünf war beim Sieg des WM-Zweiten Österreich vor Olympiasieger Norwegen und Polen aber nicht drin für Weltmeister Deutschland. Weiter geht es am kommenden Wochenende im finnischen Kuusamo. "Ich bin froh, dass wir alle gesund dahin fahren", sagte Horngacher.
Im ersten Durchgang kam es zu einer Schrecksekunden durch Piotr Zyla. Der Pole war nach der Landung zu Sturz gekommen. Blutverschmiert konnte Zyla den Zielhang nach einer kurzen Behandlungspause aber im Stehen verlassen. Ein Diagnose steht noch aus.
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(mit SID)
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