Eurosport
Karl Geiger und Pius Paschke im Super-Teamspringen in Zakopane chancenlos - Österreich mit Hörl und Erbacher siegt
Von
Update 10/01/2026 um 20:52 GMT+1 Uhr
Ohne ihre Topathleten Felix Hoffmann und Philipp Raimund sind die deutschen Skispringer beim Weltcup im polnischen Zakopane weit hinterhergeflogen. Im olympischen "Super-Team"-Wettbewerb kamen Karl Geiger und Pius Paschke vier Tage nach dem Ende der für sie unbefriedigenden Vierschanzentournee nicht über Platz sechs hinaus - schlechter als Platz vier war ein DSV-Duo zuvor nie in dieser Disziplin.
Mühelos! Embacher macht Sieg für Österreich klar
Quelle: Eurosport
Karl Geiger und Pius Paschke standen still an der Bande und lächelten gequält. Beim Party-Weltcup im polnischen Zakopane war den beiden gerupften DSV-Adlern gar nicht zum Feiern zumute. Platz sechs im olympischen "Super-Team"-Wettbewerb - "super" lief ohne die angeschlagenen Topspringer Felix Hoffmann und Philipp Raimund vier Tage nach der holprigen Vierschanzentournee nichts bei der deutschen B-Besetzung.
"Es ist nicht so gelungen, wie wir uns das vorgestellt haben", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher in der "ARD": "Der letzte Sprung beim Karl heute gibt Hoffnung, Pius ist leider zu verkrampft gewesen. Wir müssen in Ruhe weiterarbeiten, wo nun die große Tournee-Anspannung weg ist."
Zwei Wochen vor der Skiflug-WM und dreieinhalb Wochen vor Olympia sind die Baustellen bei den beiden Routiniers offensichtlich. "Ich hatte mit dem Rhythmus und dem Timing wieder Probleme", sagte Geiger.
Paschke vermisste bei sich "die Coolness, es im Wettkampf durchzuziehen". Am Ende stand die bislang schlechteste deutsche Platzierung in der noch jungen Geschichte dieser Disziplin.
Österreich nicht zu schlagen
Der frühere Skiflug-Weltmeister Geiger (120,5+123,0+130,0) und der sechsmalige Weltcup-Sieger Paschke (127,5+122,0+128,5) sprangen von Beginn an hinterher und schafften es nur mit Mühe in den dritten Durchgang der besten acht Teams. Dort ging es mit mehr Anlauf immerhin noch zwei Plätze nach vorne.
Ganz vorn setzten sich die Österreicher Jan Hörl und Stephan Embacher mit 805,9 Punkten vor Slowenien (758,3), das den frischgebackenen Vierschanzentournee-Sieger Domen Prevc schonte und stattdessen Anze Lanisek sowie nach abgelaufener Sperre den bei der Tournee zweimal wegen irregulärer Anzüge disqualifizierten Timi Zajc aufbot. Platz drei ging an die Polen Kacper Tomasiak und Dawid Kubacki (741,8).
Geiger/Paschke (688,7) lagen umgerechnet 65 Meter hinter Österreich zurück, sortierten sich deutlich hinter der Schweiz (729,5) und knapp vor der Ukraine (686,1) ein.
Horngacher hatte nur ein Mini-Team mit nach Zakopane genommen, wo am Sonntag (16:00 Uhr bei Eurosport und discovery+) noch ein Einzelspringen ansteht. Hoffmann (Knie) und Raimund (Erkältung) hatten gesundheitlich angeschlagen auf einen Start verzichtet.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/01/10/image-1e187c48-223f-4148-bdfd-258d70e4ee41-85-2560-1440.png)
Highlights: Dominanter Super-Team-Sieg von Hörl und Embacher
Quelle: Eurosport
Super-Team ersetzt Teamwettbewerb
Geiger, der in Zakopane um die Olympia-Norm kämpft, erhielt am Samstag nach einer guten Einzelqualifikation (19.) den Vorzug vor dem weiter instabilen Andreas Wellinger. Dieser war bislang der deutsche Erfolgsgarant im "Super Team": Bei allen vier Podestplätzen des DSV in der Weltcup-Geschichte gehörte Wellinger zum jeweiligen Duo - darunter bei den beiden Siegen 2023 in Rasnov (mit Geiger) und 2024 in Titisee-Neustadt (mit Paschke).
Die noch recht junge Disziplin "Super Team", bei der zwei Springer pro Nation jeweils bis zu drei Durchgänge absolvieren, ist im Olympia-Winter besonders interessant: Bei den Spielen im kommenden Monat ersetzt der Zweier-Mannschaftswettbewerb das traditionelle Teamspringen (vier Starter pro Nation).
Das könnte Dich auch interessieren: Freitag setzt DSV-Serie fort
(SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/01/10/image-ddbc67e6-9ce8-45c5-97e5-57763337f1ef-85-2560-1440.jpeg)
Nächstes DSV-Podest! Freitag springt auf Platz drei
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung