Vorbilder Federer und Djokovic: Snooker-Star Shaun Murphy spricht über Fehde mit O'Sullivan - und kritisiert ihn
Update 26/09/2025 um 20:24 GMT+2 Uhr
Shaun Murphy und Ronnie O'Sullivan sind zwei der größten Snookerspieler ihrer Generation, doch beste Freunde sind sie keineswegs. Nun erzählte der 43-jährige Murphy, woher die Distanz der beiden rührt. Demnach habe der Ärger seinen Ursprung in der Kindheit der beiden: "Wir haben uns zerstritten, als ich noch jung war", sagte Murphy - und kritisierte den Superstar.
Verrückter Stoß: Murphy versenkt zwei Rote auf einmal
Quelle: Eurosport
Zuletzt begegneten sich die beiden Topspieler im Halbfinale des Masters 2024 am Snookertisch. Dass sich Ronnie O'Sullivan und Shaun Murphy seitdem privat trafen, scheint eher ausgeschlossen zu sein.
Die beiden Engländer gehören zu den größten Stars ihres Sports, beste Freunde sind sie nicht. Seit vielen Jahren schon schwelt ein Streit, immer wieder gibt es gegenseitige Attacken.
Nun sprach Murphy über die Fehde und erklärte deren Ursprung, der bis in die Kindheit zurückreiche.
"Wir haben uns zerstritten, als ich noch jung war", erzählte Murphy dem Snooker-Journalisten David Hendon für das Buch "Pots of Gold: A History of Snooker". "TNT Sports" berichtete darüber.
O'Sullivan habe Murphy "verbal beleidigt"
"Ronnie hat mich verbal beleidigt, als ich zwölf war, und ich habe ihm das nie verziehen. Ich erinnere mich noch lebhaft daran", sagte der Weltmeister von 2005.
Dennoch habe er "großen Respekt vor seinem Spielniveau als Snookerspieler", so Murphy. "Ich bewundere ihn für das, was er leisten kann, weil ich weiß, wie schwer das ist. Seine Fähigkeiten als Spieler sind absolut unübertroffen."
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Ronnie O'Sullivan muss beim Heimspiel passen
Fotocredit: Getty Images
Nur einmal sind die beiden Engländer in den vergangenen fünf Jahren gegeneinander angetreten. Beim Masters im vergangenen Jahr setzte sich O'Sullivan 6:2 durch.
Bei allem sportlichen Respekt für den Rekordweltmeister übte Murphy auch Kritik, denn: O'Sullivan habe mehr für die Popularität des Sports tun können.
Murphy: O'Sullivan solle mehr wie Federer und Djokovic sein
Murphy betonte, dass der 49-Jährige sich die Tennis-Legenden Roger Federer und Novak Djokovic als Vorbilder hätte nehmen können. Der Schweizer und der Serbe würden sich viel mehr als Botschafter ihres Sports verstehen als O'Sullivan.
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Century mit dem Rücken zur Wand: Murphy stemmt sich gegen das Aus
Quelle: Eurosport
"Einer der Gründe, warum ich Steve Davis so sehr verehrte, war, dass ich in einer Welt aufgewachsen bin, in der es viel mehr bedeutete, der Größte zu sein, als nur gut Snooker zu spielen", begründete der 43-Jährige und führte fort: "Und leider hat Ronnie trotz all seiner Leistungen im Snooker aus meiner Sicht als Botschafter dem Sport genauso viel, wenn nicht sogar mehr Schaden zugefügt."
Damit spielte der Weltranglisten-16. auf die Skandale und die spöttischen Bemerkungen seines Rivalen anderen Snookerspielern gegenüber an. So sagte O'Sullivan einst über Gegenspieler Hossein Vafaei, dieser sei ein "netter Mensch - wenn er schläft".
O'Sullivan habe es verpasst, Snooker mehr in den "Mainstream" zu rücken. Dennoch würden seine Vergehen aufgrund seiner Popularität "milder behandelt, weil er so viel Aufmerksamkeit auf das Snooker lenkt - und kommerziell gesehen ist das wahrscheinlich richtig", so Murphy.
Murphy im Viertelfinale der British Open
In der Runde der letzten Acht bei den British Open trifft Murphy indes auf Mitchell Mann. Dieser geriet in der 2. Runde kurios mit 0:1 in Rückstand, da er aufgrund einer Autopanne zu spät zu seinem Spiel kam. Als er dann an den Tisch kam, gewann er das Match gegen Gao Yang noch mit 4:3.
O'Sullivan trat aus gesundheitlichen Problemen bei dem Turnier in Cheltenham erst gar nicht an. Zuletzt spielte er das Saudi Arabia Masters, wo er ein dramatisches Finale gegen Neil Robertson 9:10 verlor.
Die British Open sind nicht das erste Turnier in der jüngeren Vergangenheit, bei dem O'Sullivan nicht antrat.
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Drin ist drin: Allen mit Fluke im Finale
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